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Gestörtes Mikrobiom erkennen: Anzeichen, Ursachen und Tipps

Ein gestörtes Mikrobiom lässt sich nicht allein anhand einzelner Beschwerden sicher erkennen. Blähungen, veränderte Verdauung oder Hautprobleme können viele Ursachen haben. Dieser Artikel erklärt, welche Anzeichen beobachtet werden können, was einen Mikrobiom-Test leisten kann und wie eine vielfältige, ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressabbau die Darmgesundheit unterstützen können. Außerdem erfahren Sie, welche Lebensmittel das Mikrobiom fördern und wann ärztlicher Rat wichtig ist.
How can I know if my microbiome balance is disturbed

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Kurzantwort: Ein gestörtes Mikrobiom lässt sich nicht sicher an einem einzelnen Symptom erkennen. Wiederkehrende Verdauungsbeschwerden, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder andere unspezifische Beschwerden können viele Ursachen haben. Eine ärztliche Abklärung ist deshalb besonders bei anhaltenden, starken oder zunehmenden Beschwerden wichtig. Im Alltag können eine vielfältige, ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Bewegung, guter Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress die Darmgesundheit unterstützen.

Was bedeutet ein gestörtes Mikrobiom?

Das Darmmikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm, darunter vor allem Bakterien, aber auch andere Mikroorganismen. Seine Zusammensetzung ist von Mensch zu Mensch verschieden und kann sich unter anderem durch Ernährung, Medikamente, Erkrankungen, Stress und Lebensstil verändern.


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Der Begriff Dysbiose wird verwendet, wenn sich die Zusammensetzung oder Funktion der Mikroorganismen möglicherweise ungünstig verändert. Es gibt jedoch keinen einheitlichen Referenzwert, mit dem sich für jede Person ein „gutes“ oder „schlechtes“ Mikrobiom bestimmen lässt. Auch ein Mikrobiom-Test kann daher keine allgemeine Diagnose für Beschwerden liefern.

Mögliche Anzeichen eines gestörten Mikrobioms

Die folgenden Beschwerden werden häufig mit der Darmgesundheit in Verbindung gebracht. Sie sind jedoch unspezifisch und beweisen für sich genommen keine Störung des Mikrobioms:


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Sehen Sie sich die Empfehlungen der InnerBuddies-Plattform für Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstagebuch und Rezepte an, die auf Basis Ihres Darmmikrobiomtests generiert werden können.

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  • Veränderte Verdauung: Wiederkehrende Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall.
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten: Ein über längere Zeit ungewohntes Muster oder deutliche Veränderungen ohne erkennbare Erklärung.
  • Bauchbeschwerden: Druckgefühl oder krampfartige Beschwerden, deren Ursache ärztlich abgeklärt werden sollte, wenn sie anhalten.
  • Unverträglichkeiten: Neue Beschwerden nach bestimmten Lebensmitteln können verschiedene Ursachen haben und sollten nicht vorschnell dem Mikrobiom zugeschrieben werden.
  • Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme: Diese können beispielsweise auch mit Schlaf, Stress, Ernährung oder anderen gesundheitlichen Faktoren zusammenhängen.
  • Hautveränderungen: Bei Akne, Rosazea oder Neurodermitis werden Zusammenhänge zwischen Darm und Haut erforscht. Ein Mikrobiom-Test kann daraus aber keine sichere Ursache ableiten.
  • Häufige Infekte oder Stimmungsschwankungen: Auch hierfür kommen zahlreiche andere Erklärungen infrage.

Heißhunger auf Süßes, Mundgeruch, Zungenbelag, Gelenkbeschwerden oder Schlafprobleme sind ebenfalls keine eindeutigen Marker für ein gestörtes Mikrobiom. Wer mehrere Beschwerden über längere Zeit beobachtet, sollte sie dokumentieren und medizinisch abklären lassen, statt sich selbst zu diagnostizieren.

Wie kann ich herausfinden, ob mein Mikrobiom gestört ist?

Beobachten Sie zunächst über einige Wochen, welche Beschwerden auftreten, wie häufig sie vorkommen und ob es mögliche Auslöser wie Ernährungsänderungen, Stress, Reisen oder Medikamente gibt. Ein Symptomtagebuch kann bei einem Arzttermin hilfreich sein.

Eine Ärztin oder ein Arzt kann je nach Beschwerden andere Ursachen prüfen. Dazu können ein Gespräch, eine körperliche Untersuchung oder geeignete Untersuchungen gehören. Bei Blut im Stuhl, schwarzem Stuhl, hohem Fieber, starken oder plötzlich zunehmenden Schmerzen, anhaltendem Erbrechen, unbeabsichtigtem Gewichtsverlust oder deutlicher Austrocknung sollten Sie zeitnah medizinische Hilfe suchen.

Was leistet ein Mikrobiom-Test für zu Hause?

Heimtests basieren meist auf einer Stuhlprobe, die in einem Labor analysiert wird. Je nach Verfahren können sie bestimmte Bakteriengruppen und deren relative Häufigkeit erfassen. Häufig verwendete Methoden sind:

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  • 16S-rRNA-Sequenzierung: Sie untersucht bestimmte genetische Abschnitte von Bakterien und kann Hinweise auf die bakterielle Zusammensetzung geben.
  • Metagenomische Sequenzierung: Sie analysiert umfassenderes genetisches Material von Mikroorganismen und kann zusätzliche Informationen liefern.

Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme der untersuchten Probe. Die Werte können durch Ernährung, Medikamente, Zeitpunkt und Probenqualität beeinflusst werden. Es gibt derzeit keinen für alle Menschen gültigen Idealwert und keine sichere Grundlage, mit der ein Heimtest allein Krankheiten diagnostizieren könnte. Lassen Sie sich Befunde bei bestehenden oder anhaltenden Beschwerden fachlich einordnen.

Was kostet ein Mikrobiom-Test?

Die Preise hängen vom Testumfang, der Analysemethode und einer möglichen Beratung ab. Einfache Heimtests werden häufig im niedrigen bis mittleren dreistelligen Eurobereich angeboten; umfangreichere Analysen können teurer sein. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Laborleistungen, Auswertungen und Beratung enthalten sind. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist nicht grundsätzlich zu erwarten und sollte individuell erfragt werden.

Wie bekomme ich ein gutes Mikrobiom?

Ein „gutes“ Mikrobiom ist nicht durch eine einzige Bakterienliste definiert. Sie können die Vielfalt und Funktion Ihres Darmmikrobioms jedoch mit alltagstauglichen Gewohnheiten unterstützen:

  1. Ballaststoffe langsam steigern: Essen Sie regelmäßig Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen. Erhöhen Sie die Menge schrittweise, wenn Sie bisher wenig Ballaststoffe essen.
  2. Vielfältig auswählen: Wechseln Sie die Sorten und Farben bei Gemüse, Obst, Getreide und Hülsenfrüchten ab.
  3. Fermentierte Lebensmittel einbauen: Naturjoghurt mit lebenden Kulturen, Kefir, Sauerkraut, Kimchi oder Miso können eine abwechslungsreiche Ernährung ergänzen. Sie sind kein Ersatz für eine Behandlung.
  4. Genug trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann eine ballaststoffreiche Ernährung begleiten. Der individuelle Bedarf hängt unter anderem von Aktivität und Gesundheitszustand ab.
  5. Bewegung und Schlaf beachten: Regelmäßige Bewegung und ein möglichst stabiler Schlafrhythmus unterstützen allgemeine Gesundheitsgewohnheiten.
  6. Stress reduzieren: Pausen, Entspannung und soziale Aktivitäten können helfen, mit Stress besser umzugehen.

Probiotische und präbiotische Lebensmittel

Probiotische Lebensmittel können lebende Kulturen enthalten, zum Beispiel Naturjoghurt, Kefir oder bestimmte fermentierte Produkte. Präbiotische Lebensmittel liefern unverdauliche Bestandteile, die von Darmbakterien genutzt werden können. Dazu zählen unter anderem Hafer, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Spargel und Chicorée. Die Verträglichkeit ist individuell. Bei empfindlicher Verdauung sollten größere Mengen langsam eingeführt werden.


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Was macht das Mikrobiom kaputt?

Das Mikrobiom wird nicht durch einen einzelnen „Fehler“ dauerhaft kaputtgemacht. Seine Zusammensetzung kann sich vorübergehend oder längerfristig verändern. Mögliche Einflussfaktoren sind:

  • Antibiotika: Sie können neben krankmachenden auch nützliche Bakterien beeinflussen. Nehmen Sie Antibiotika nur nach ärztlicher Verordnung und verändern Sie die Einnahme nicht eigenständig.
  • Einseitige Ernährung: Eine dauerhaft ballaststoffarme Ernährung mit vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln bietet möglicherweise weniger Vielfalt an Nahrungsquellen für Darmbakterien.
  • Chronischer Stress und Schlafmangel: Beide Faktoren können die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen.
  • Alkohol und Rauchen: Sie können die Gesundheit insgesamt belasten und mit Veränderungen des Mikrobioms in Verbindung stehen.

Nicht jede Veränderung ist vermeidbar, und das Mikrobiom kann sich nach Belastungen unterschiedlich entwickeln. Probiotische Präparate oder Nahrungsergänzungsmittel sind nicht pauschal notwendig und sollten bei Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme fachlich besprochen werden.

Welches Mikrobiom bei Neurodermitis?

Bei Neurodermitis wird der Zusammenhang zwischen Darm, Immunsystem und Haut in der Forschung untersucht. Es gibt jedoch kein bestimmtes Darmmikrobiom, das als allgemeine Behandlung oder sichere Lösung für Neurodermitis empfohlen werden kann. Eine vielfältige Ernährung kann Teil eines insgesamt gesundheitsfördernden Lebensstils sein, ersetzt aber keine dermatologische Behandlung. Ändern Sie Ihre Ernährung nicht stark und vermeiden Sie nicht pauschal Lebensmittel, ohne dies medizinisch oder ernährungstherapeutisch abzuklären.

Häufige Fragen zum Mikrobiom

Welche Lebensmittel enthalten Mikrobiom?

Lebensmittel enthalten nicht das menschliche Darmmikrobiom. Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi können lebende Mikroorganismen enthalten. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hafer, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst liefern dagegen Nahrung für bereits vorhandene Darmbakterien.

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Wie schnell kann sich das Mikrobiom verändern?

Die Zusammensetzung des Mikrobioms kann auf Veränderungen der Ernährung, Medikamente und andere Lebensumstände reagieren. Wie schnell und in welchem Umfang sich Veränderungen zeigen, ist individuell. Nachhaltige Gewohnheiten sind sinnvoller als kurzfristige extreme Ernährungsformen.

Sind Probiotika für ein gesundes Mikrobiom notwendig?

Nein, Probiotika sind nicht für alle Menschen notwendig. Die Wirkung hängt vom jeweiligen Stamm, Produkt und Anwendungsgrund ab. Bei Beschwerden oder bestehenden Erkrankungen sollten Sie Nutzen und Risiken mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson besprechen.

Was Sie jetzt tun können

Führen Sie bei wiederkehrenden Beschwerden ein kurzes Tagebuch, prüfen Sie Ihre Ernährung ohne extreme Verbote und steigern Sie Ballaststoffe langsam. Achten Sie außerdem auf Bewegung, Schlaf und Stress. Ein Mikrobiom-Test kann zusätzliche Informationen liefern, sollte aber nicht als alleinige Diagnosegrundlage dienen. Bei anhaltenden, starken, zunehmenden oder beunruhigenden Symptomen ist eine ärztliche Abklärung der wichtigste nächste Schritt.

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