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Mikrobiom-Test: Was er zeigt und wie Sie den Darm unterstützen

Ein Mikrobiom-Test analysiert meist eine Stuhlprobe und beschreibt, welche Mikroorganismen darin nachweisbar sind. Dieser Leitfaden erklärt, was solche Ergebnisse aussagen können, wo ihre Grenzen liegen und wie Sie Ihre Darmgesundheit im Alltag unterstützen: mit abwechslungsreichen pflanzlichen Lebensmitteln, Ballaststoffen, Schlaf, Bewegung und Stressmanagement. Außerdem beantwortet der Artikel, was dem Mikrobiom schaden kann und was bei Neurodermitis zu beachten ist.
Unlocking Your Guts Secrets: How Microbiome Testing Can Transform Your Health

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Ein Mikrobiom-Test untersucht meist eine Stuhlprobe und liefert Informationen über die darin nachweisbaren Mikroorganismen. Die Ergebnisse können einen Einblick in die mikrobielle Zusammensetzung geben, ersetzen aber keine Diagnose und sollten nicht isoliert bewertet werden. Für die meisten Menschen sind eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Bewegung, guter Schlaf und ein bewusster Umgang mit Medikamenten wichtige Grundlagen der Darmgesundheit.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie ein Mikrobiom-Test funktioniert, welche Aussagen sinnvoll sind, wie Sie Ihr Mikrobiom im Alltag unterstützen können und warum einzelne Testergebnisse nicht automatisch eine Erkrankung erklären.

Was ist ein Mikrobiom-Test?

Das Darmmikrobiom ist die Gemeinschaft von Mikroorganismen im Verdauungstrakt. Dazu gehören unter anderem Bakterien, aber auch Viren, Pilze und Archaeen. Diese Mikroorganismen stehen mit der Verdauung und verschiedenen Stoffwechselprozessen in Verbindung. Ihre Zusammensetzung wird unter anderem durch Ernährung, Alter, Alltag, Umwelt und Medikamente beeinflusst.


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Mikrobiom Test-kit

Bei einem kommerziellen Mikrobiom-Test entnehmen Sie in der Regel zuhause eine Stuhlprobe und senden sie an ein Labor. Je nach Test werden mikrobielle Erbinformationen mit Methoden wie der 16S-rRNA-Sequenzierung oder der Shotgun-Metagenomik untersucht. Der Bericht kann beispielsweise relative Häufigkeiten bestimmter Mikroorganismen, Diversitätswerte oder ausgewählte funktionelle Hinweise enthalten.

Wichtig ist: Ein Stuhltest bildet nur einen Ausschnitt des Mikrobioms zu einem bestimmten Zeitpunkt ab. Die Ergebnisse können je nach Probenentnahme, Labor, Datenbank und Auswertungsmethode unterschiedlich ausfallen. Ein einzelner Wert beweist weder ein gesundes noch ein krankes Mikrobiom.

Was kann eine Darmgesundheitsanalyse zeigen?

Eine Darmgesundheitsanalyse kann Hinweise auf die Zusammensetzung der untersuchten Probe geben. Häufig werden dabei folgende Aspekte beschrieben:


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Sehen Sie sich die Empfehlungen der InnerBuddies-Plattform für Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstagebuch und Rezepte an, die auf Basis Ihres Darmmikrobiomtests generiert werden können.

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  • Zusammensetzung: Welche Mikroorganismen in der Probe nachweisbar sind.
  • Relative Häufigkeit: Wie häufig einzelne Gruppen im Verhältnis zueinander vorkommen.
  • Diversität: Wie viele unterschiedliche Mikroorganismen erkannt wurden und wie gleichmäßig sie verteilt sind.
  • Funktionelle Hinweise: Welche Stoffwechselwege anhand der gefundenen Gene möglicherweise vorhanden sind.
  • Zusätzliche Marker: Je nach Produkt können weitere Laborwerte enthalten sein, die nicht mit einer vollständigen medizinischen Untersuchung gleichzusetzen sind.

Eine höhere mikrobielle Vielfalt wird in Studien häufig mit einem widerstandsfähigen Ökosystem in Verbindung gebracht. Dennoch gibt es keinen universellen Idealwert für alle Menschen. Lebensphase, Ernährung, Herkunft, Medikamente und gesundheitliche Situation beeinflussen die Ergebnisse. Auch die Menge eines bestimmten Bakteriums lässt sich nicht automatisch als gut oder schlecht bewerten.

Wie lassen sich die Ergebnisse sinnvoll einordnen?

Betrachten Sie einen Mikrobiom-Test als Informationsquelle und nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. Ein Laborbericht kann Zusammenhänge beschreiben, aber meist nicht beweisen, dass ein bestimmter Mikroorganismus eine Beschwerde verursacht oder eine konkrete Maßnahme wirken wird.

  1. Testbedingungen prüfen: Lesen Sie nach, wie die Probe entnommen und transportiert werden sollte. Antibiotika, akute Infektionen und deutliche Ernährungsänderungen können Ergebnisse beeinflussen.
  2. Methodik beachten: Vergleichen Sie nur Werte, die mit derselben Methode und unter ähnlichen Bedingungen erhoben wurden.
  3. Symptome und Vorgeschichte berücksichtigen: Ein Ergebnis sollte gemeinsam mit Beschwerden, Ernährung, Medikamenten und medizinischer Vorgeschichte betrachtet werden.
  4. Keine Selbstdiagnose ableiten: Aussagen zu Reizdarm, Dünndarmfehlbesiedelung, Entzündungen oder anderen Erkrankungen gehören in die Hände qualifizierter medizinischer Fachkräfte.
  5. Veränderungen schrittweise umsetzen: Ändern Sie nicht gleichzeitig zahlreiche Lebensmittel oder Nahrungsergänzungen. So lässt sich besser erkennen, was Sie vertragen.

Bei anhaltenden, starken oder zunehmenden Beschwerden, Blut im Stuhl, unbeabsichtigtem Gewichtsverlust, Fieber oder nächtlichen Symptomen sollten Sie zeitnah ärztlichen Rat einholen.

Wie bekomme ich ein gutes Mikrobiom?

Ein gutes Mikrobiom ist kein festes Ziel mit einer bestimmten Bakterienliste. Sie können Ihr Darmökosystem jedoch durch alltagstaugliche Gewohnheiten unterstützen:

  • Essen Sie möglichst abwechslungsreich und integrieren Sie verschiedene Gemüse-, Obst-, Hülsenfrucht-, Vollkorn-, Nuss- und Samenarten.
  • Steigern Sie Ballaststoffe langsam, wenn Sie bisher wenig davon essen, und trinken Sie ausreichend.
  • Bevorzugen Sie überwiegend wenig verarbeitete Lebensmittel und eine insgesamt ausgewogene Ernährung.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig und achten Sie auf einen möglichst stabilen Schlafrhythmus.
  • Planen Sie Erholungsphasen ein, da Stress die Wahrnehmung und manchmal auch die Verdauung beeinflussen kann.
  • Nehmen Sie Antibiotika nur nach ärztlicher Verordnung ein und nicht auf eigene Initiative.

Wenn Sie empfindlich auf bestimmte Lebensmittel reagieren, müssen Sie nicht alle Ballaststoffe oder fermentierten Lebensmittel pauschal meiden. Eine Ernährungsfachkraft kann helfen, die Ernährung individuell und möglichst vielfältig zu gestalten.

Welche Lebensmittel unterstützen die Darmgesundheit?

Lebensmittel enthalten nicht das persönliche Darmmikrobiom. Einige enthalten jedoch Ballaststoffe, resistente Stärke oder lebende Kulturen, die das Darmökosystem unterstützen können. Dazu gehören beispielsweise:

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  • Ballaststoffreiche Lebensmittel: Hafer, Vollkornprodukte, Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen.
  • Präbiotische Quellen: Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Chicorée, Spargel und leicht unreife Bananen. Die Verträglichkeit ist individuell.
  • Quellen für resistente Stärke: Abgekühlte Kartoffeln, Reis oder Hülsenfrüchte können resistente Stärke enthalten.
  • Fermentierte Lebensmittel: Naturjoghurt mit lebenden Kulturen, Kefir, milchsauer vergorenes Gemüse oder Kimchi können lebende Mikroorganismen enthalten. Pasteurisierte Produkte enthalten möglicherweise keine lebenden Kulturen mehr.
  • Polyphenolreiche Lebensmittel: Beeren, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Kakao und grüner Tee liefern pflanzliche Inhaltsstoffe, die mit mikrobiellen Stoffwechselprozessen in Verbindung stehen.

Es gibt nicht das eine Lebensmittel für ein gesundes Mikrobiom. Entscheidend ist eher das regelmäßige Muster einer vielfältigen Ernährung. Bei Blähungen oder anderen Beschwerden sollte eine schnelle, starke Erhöhung der Ballaststoffe vermieden und die Verträglichkeit beobachtet werden.

Was macht das Mikrobiom kaputt?

Die Zusammensetzung des Mikrobioms kann sich durch viele Faktoren verändern. Der Ausdruck kaputt ist dabei meist zu pauschal: Veränderungen sind nicht automatisch dauerhaft oder krankhaft. Mögliche Einflussfaktoren sind eine langfristig einseitige Ernährung, sehr wenig Ballaststoffe, hoher Alkoholkonsum, Rauchen, chronischer Stress, Schlafmangel und bestimmte Medikamente.

Antibiotika können neben krankmachenden auch nützliche Bakterien beeinflussen. Sie sollten deshalb nicht ohne medizinische Indikation eingenommen werden. Auch extreme Ausschlussdiäten oder ungezielte Nahrungsergänzung können die Ernährungsvielfalt verringern oder Beschwerden verstärken. Bei einer Erkrankung oder notwendigen Behandlung sollten Sie Medikamente niemals eigenständig absetzen.

Probiotika, Präbiotika und Nahrungsergänzung

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in bestimmten Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungen vorkommen. Ihre Wirkung hängt vom jeweiligen Stamm, der Menge, dem Anwendungszweck und der Person ab. Ein Probiotikum ist daher nicht automatisch für jede Situation geeignet und lässt sich nicht allein aus dem Ergebnis eines Heimtests ableiten.

Präbiotika sind unverdauliche Bestandteile, die von bestimmten Darmmikroorganismen genutzt werden können. Ballaststoffreiche Lebensmittel liefern häufig natürliche präbiotische Substrate. Wenn Sie ein Präparat oder Probiotikum verwenden möchten, besprechen Sie dies bei Beschwerden, Schwangerschaft, Immunschwäche oder relevanten Vorerkrankungen mit einer medizinischen Fachkraft.


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Mikrobiom und Neurodermitis: Was ist bekannt?

Bei Neurodermitis werden Haut-, Darm- und Umweltfaktoren wissenschaftlich untersucht. Die Forschung zu möglichen Zusammenhängen zwischen Darmmikrobiom und Neurodermitis ist jedoch komplex und reicht nicht aus, um anhand eines Mikrobiom-Tests eine individuelle Ursache oder das passende Mikrobiom festzustellen.

Ein kommerzieller Darmtest ist deshalb kein etablierter Ersatz für die dermatologische Untersuchung und Behandlung. Bei Neurodermitis sollten Sie bewährte medizinische Empfehlungen befolgen und neue Diäten, Probiotika oder Nahrungsergänzungen vorab mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft besprechen. Besonders bei Kindern sollten restriktive Ernährungsformen nicht ohne fachliche Begleitung begonnen werden.

Grenzen und Sicherheit von Mikrobiom-Tests

Die Probenentnahme ist in der Regel nicht invasiv. Die größere Herausforderung liegt in der Interpretation. Das Mikrobiom verändert sich im Tagesverlauf und wird von vielen Faktoren beeinflusst. Außerdem sind Referenzwerte und die klinische Bedeutung einzelner Bakterien bei kommerziellen Tests nicht einheitlich standardisiert.

Ein Testbericht sollte daher keine Angst machen und nicht zu drastischen Maßnahmen führen. Begriffe wie Dysbiose oder niedrige Diversität beschreiben häufig eine Auswertungskategorie, aber keine eigenständige Diagnose. Bei medizinischen Beschwerden sind Anamnese, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls etablierte Labor- oder Bildgebungsverfahren wichtiger als ein isolierter Mikrobiomwert.

So können Sie einen Test praktisch nutzen

Wenn Sie einen Mikrobiom-Test durchführen möchten, können diese Schritte hilfreich sein:

  1. Wählen Sie einen Anbieter, der die Untersuchungsmethode, Grenzen der Auswertung und den Datenschutz transparent erklärt.
  2. Notieren Sie vor der Probenentnahme Ernährung, Beschwerden, Medikamente und besondere Ereignisse.
  3. Entnehmen und versenden Sie die Probe genau nach Anleitung.
  4. Lesen Sie Empfehlungen kritisch und vermeiden Sie Versprechen einer schnellen Heilung oder umfassenden Personalisierung.
  5. Besprechen Sie auffällige oder beunruhigende Angaben mit medizinischem Fachpersonal.
  6. Setzen Sie alltagstaugliche Änderungen langsam um und bewerten Sie Ihr Befinden über einen angemessenen Zeitraum.

Wenn Sie ein Testkit für zuhause suchen, finden Sie weitere Informationen zum Darmflora-Testkit mit Ernährungsberatung. Der Test ersetzt keine ärztliche Abklärung.

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Häufige Fragen zum Mikrobiom

Wie bekomme ich ein gutes Mikrobiom?

Unterstützen können eine abwechslungsreiche pflanzenbetonte Ernährung, ausreichend Ballaststoffe, regelmäßige Bewegung, guter Schlaf und ein bewusster Umgang mit Antibiotika. Ein allgemein gültiger Idealzustand lässt sich nicht durch eine einzelne Bakterienart oder einen einzelnen Testwert definieren.

Was macht das Mikrobiom kaputt?

Eine langfristig einseitige, ballaststoffarme Ernährung, Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Schlafmangel, anhaltender Stress und manche Medikamente können das Mikrobiom beeinflussen. Antibiotika können notwendig sein, sollten aber nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden.

Welche Lebensmittel enthalten Mikroorganismen oder unterstützen das Mikrobiom?

Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt mit lebenden Kulturen, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi können lebende Mikroorganismen enthalten. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Gemüse, Vollkorn, Obst, Nüsse und Samen liefern dagegen Nahrung für bestimmte Darmmikroorganismen. Die individuelle Verträglichkeit ist entscheidend.

Welches Mikrobiom ist bei Neurodermitis richtig?

Es gibt keine allgemein anerkannte Mikrobiom-Zusammensetzung, die Neurodermitis erklärt oder behandelt. Ein Darm-Mikrobiom-Test kann keine individuelle Diagnose stellen. Lassen Sie Neurodermitis ärztlich beurteilen und besprechen Sie Änderungen bei Ernährung oder Nahrungsergänzung fachlich.

Fazit

Ein Mikrobiom-Test kann interessante Informationen über die Zusammensetzung einer Stuhlprobe liefern. Sein Nutzen liegt vor allem darin, Fragen zur Ernährung und zum Lebensstil anzuregen, nicht darin, eigenständig Krankheiten zu diagnostizieren. Eine vielfältige Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement bildet eine sinnvolle Grundlage. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ist professionelle medizinische Beratung wichtiger als die Interpretation eines einzelnen Testberichts.

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