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Blutwerte bei Darmkrebs: Was sie zeigen – und was nicht

Blutwerte bei Darmkrebs können Hinweise liefern, aber die Erkrankung weder sicher bestätigen noch ausschließen. Ein großes Blutbild kann beispielsweise eine Blutarmut zeigen; CEA wird vor allem zur Verlaufskontrolle eingesetzt. Auch Entzündungs- und Leberwerte sind unspezifisch. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Befunde, typische Warnzeichen, die Grenzen von Bluttests und welche Untersuchungen zur Abklärung oder Vorsorge sinnvoll sind.
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Kurz gesagt: Blutwerte bei Darmkrebs können auffällig sein, doch ein Bluttest allein kann Darmkrebs nicht zuverlässig erkennen oder ausschließen. Ein großes Blutbild kann zum Beispiel Hinweise auf eine Blutarmut geben. Tumormarker wie CEA sind vor allem für die Verlaufskontrolle relevant und eignen sich nicht als alleiniger Früherkennungstest. Bei Beschwerden oder einem erhöhten Risiko entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt, ob weitere Untersuchungen wie ein Stuhltest oder eine Darmspiegelung erforderlich sind.

Welche Blutwerte können bei Darmkrebs auffällig sein?

Bei einem Verdacht werden je nach Situation verschiedene Laborwerte untersucht. Kein einzelner Wert beweist jedoch Darmkrebs. Mögliche Befunde sind:

  • Hämoglobin und rotes Blutbild: Eine Blutarmut, insbesondere durch Eisenmangel, kann unter Umständen auf einen länger anhaltenden, nicht sichtbaren Blutverlust hinweisen. Sie hat jedoch zahlreiche andere mögliche Ursachen.
  • Eisen und Ferritin: Niedrige Werte können zu einem Eisenmangel passen. Die Ergebnisse müssen zusammen mit weiteren Blutwerten und der persönlichen Vorgeschichte beurteilt werden.
  • CRP und BSG: Diese Entzündungswerte können erhöht sein, sind aber unspezifisch. Auch Infektionen, chronische Entzündungen und viele andere Erkrankungen können die Werte verändern.
  • Leberwerte: Sie können bei verschiedenen Erkrankungen auffällig sein. Ihre Untersuchung kann bei der ärztlichen Gesamteinschätzung eine Rolle spielen, erlaubt aber keine eigenständige Diagnose von Darmkrebs.
  • CEA und CA 19-9: Diese Tumormarker können bei manchen Menschen mit Darmkrebs erhöht sein. Sie können aber auch bei gutartigen Erkrankungen oder aus anderen Gründen auffällig sein.

Kann man Darmkrebs im großen Blutbild erkennen?

Nein, ein großes Blutbild kann Darmkrebs nicht sicher erkennen. Es kann indirekte Hinweise liefern, etwa eine Blutarmut oder Veränderungen bei den Blutzellen. Solche Befunde sind nicht spezifisch und können viele Ursachen haben. Umgekehrt kann das Blutbild trotz Darmkrebs unauffällig sein, besonders in frühen Krankheitsstadien.


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Wenn ein Blutwert außerhalb des Referenzbereichs liegt, sollte er deshalb nicht isoliert interpretiert werden. Entscheidend sind unter anderem Beschwerden, Alter, familiäre Risiken, Medikamente und die Entwicklung der Werte im Zeitverlauf.

Welche Bedeutung hat der CEA-Tumormarker?

CEA steht für carcinoembryonales Antigen. Bei einigen Menschen mit Darmkrebs ist dieser Wert erhöht, bei anderen jedoch nicht. Auch Rauchen und bestimmte gutartige Erkrankungen können den CEA-Wert beeinflussen.


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In der medizinischen Praxis wird CEA daher meist nicht zur alleinigen Diagnose oder zur Darmkrebs-Früherkennung bei beschwerdefreien Personen verwendet. Größere Bedeutung hat der Wert häufig bei bereits bekanntem Darmkrebs, etwa zur Verlaufskontrolle im Rahmen der ärztlichen Behandlung. Ein steigender oder sinkender Wert muss immer im Zusammenhang mit anderen Untersuchungen beurteilt werden.

CA 19-9 ist ebenfalls kein spezifischer Darmkrebs-Test. Der Wert kann bei unterschiedlichen Erkrankungen verändert sein und wird deshalb nicht als alleiniger Nachweis eingesetzt.

Hat man bei einem Tumor schlechte Blutwerte?

Nicht unbedingt. Ein Tumor kann mit auffälligen Laborwerten einhergehen, muss es aber nicht. Bei Darmkrebs können beispielsweise Eisenmangel oder eine Blutarmut auftreten, wenn über längere Zeit Blut verloren geht. Auch Entzündungs- oder Leberwerte können verändert sein. Diese Befunde zeigen jedoch nicht sicher, ob ein Tumor die Ursache ist.

Ein unauffälliges Blutbild ist ebenfalls keine Entwarnung. Wenn Beschwerden anhalten, neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden, unabhängig von einem einzelnen Bluttestergebnis.

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Was sind mögliche erste Anzeichen von Darmkrebs?

Darmkrebs kann anfangs wenige oder unspezifische Beschwerden verursachen. Mögliche Warnzeichen sind:

  • anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, zum Beispiel wiederkehrender Durchfall oder Verstopfung
  • Blut im Stuhl oder sehr dunkler Stuhl
  • ungewohnte Bauchschmerzen, Krämpfe oder ein anhaltendes Völlegefühl
  • ungeklärte Müdigkeit oder Leistungsminderung, möglicherweise im Zusammenhang mit einer Blutarmut
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • das Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können

Diese Anzeichen können auch harmlose oder andere medizinische Ursachen haben. Sichtbares Blut im Stuhl, anhaltende Beschwerden, starke Schmerzen, Kreislaufprobleme oder eine deutliche Verschlechterung sollten zeitnah medizinisch beurteilt werden.

Welche Untersuchungen können Darmkrebs abklären?

Ein Bluttest ist nur ein möglicher Teil der Abklärung. Je nach Beschwerden und persönlichem Risiko können folgende Untersuchungen infrage kommen:

  1. Ärztliches Gespräch und Untersuchung: Dabei werden Symptome, Vorerkrankungen, Medikamente und familiäre Risiken erfasst.
  2. Blutuntersuchung: Sie kann unter anderem Blutarmut, Eisenmangel oder andere Auffälligkeiten zeigen.
  3. Stuhltest auf verborgenes Blut: Dieser Test kann nicht sichtbare Blutspuren im Stuhl erfassen. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht automatisch Krebs, sollte aber ärztlich weiter abgeklärt werden.
  4. Darmspiegelung: Bei einer Koloskopie können auffällige Bereiche erkannt und gegebenenfalls Gewebeproben entnommen oder Polypen entfernt werden.
  5. Gewebeuntersuchung: Eine gesicherte Diagnose erfolgt durch die Beurteilung einer entnommenen Gewebeprobe, wenn dies medizinisch erforderlich ist.

Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, dem Alter, der familiären Belastung und den geltenden Vorsorgeempfehlungen ab. Die Darmspiegelung gilt nicht als Bluttest, ist aber für die Abklärung und je nach Risikosituation auch für die Vorsorge besonders wichtig.

Wie zuverlässig sind Bluttests auf Darmkrebs?

Blutbasierte Verfahren, die beispielsweise nach Tumorbestandteilen oder zirkulierender Tumor-DNA suchen, werden weiter erforscht und entwickelt. Ihre Anwendung und Aussagekraft hängen vom jeweiligen Test ab. Ein negatives Ergebnis schließt Darmkrebs nicht sicher aus; ein positives Ergebnis ist in der Regel ebenfalls kein endgültiger Beweis.


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Solche Verfahren sollten daher nicht eigenständig zur Selbstdiagnose oder als Ersatz für etablierte Untersuchungen betrachtet werden. Fragen zu einem konkreten Test sollten mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson besprochen werden.

Welche Rolle spielt das Darmmikrobiom?

Das Darmmikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm. Forschende untersuchen, ob bestimmte Veränderungen der mikrobiellen Zusammensetzung mit Darmkrebs oder anderen Faktoren zusammenhängen. Einzelne Bakterien, darunter Fusobacterium nucleatum, wurden in diesem Zusammenhang wissenschaftlich untersucht.

Die Mikrobiomforschung ist jedoch kein etablierter Ersatz für Darmspiegelung, Stuhltests oder ärztliche Diagnostik. Ein nicht-invasiver Darmflora-Test kann keine Darmkrebserkrankung diagnostizieren. Ergebnisse sollten nicht als Grundlage für eine Selbstdiagnose oder das Absetzen einer Behandlung verwendet werden.

Häufige Fragen zu Blutwerten bei Darmkrebs

Welche Blutwerte sind bei Verdacht auf Darmkrebs wichtig?

Je nach Situation können Hämoglobin, Blutbild, Eisen, Ferritin, CRP, BSG, Leberwerte sowie Tumormarker wie CEA betrachtet werden. Kein Wert ist allein beweisend. Die Auswahl und Interpretation gehört in ärztliche Hände.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Kann ein normaler CEA-Wert Darmkrebs ausschließen?

Nein. Ein normaler CEA-Wert schließt Darmkrebs nicht aus. Der Marker ist nicht empfindlich und spezifisch genug, um allein als Früherkennungs- oder Ausschlusstest zu dienen.

Was sollte ich bei auffälligen Blutwerten tun?

Besprechen Sie die Befunde mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Wichtig ist, ob die Werte wiederholt auffällig sind, welche Beschwerden bestehen und ob weitere Untersuchungen empfohlen werden. Ändern oder beenden Sie eine medizinische Behandlung nicht ohne Rücksprache.

Wie kann ich mein Darmkrebsrisiko senken?

Die Teilnahme an den alters- und risikogerechten Vorsorgeuntersuchungen ist eine wichtige Maßnahme. Zusätzlich können ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und ein maßvoller Umgang mit Alkohol zur allgemeinen Gesundheit beitragen. Daraus lässt sich jedoch kein vollständiger Schutz vor Darmkrebs ableiten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Blutwerte eignen sich nicht zur Selbstdiagnose. Bei anhaltenden, starken oder zunehmenden Beschwerden sowie bei Blut im Stuhl wenden Sie sich bitte an eine qualifizierte medizinische Fachperson.

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