Aktualisiert:

Welche Lebensmittel unterstützen das Mikrobiom? Praktischer Überblick

Welche Lebensmittel unterstützen das Mikrobiom? Eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Obst und Nüssen liefert Nahrung für Darmbakterien. Fermentierte Lebensmittel können zusätzlich lebende Kulturen enthalten. Dieser Überblick erklärt den Unterschied zwischen präbiotischen und probiotischen Lebensmitteln, zeigt praktische Kombinationen und nennt Faktoren, die das Darmmikrobiom belasten können. Bei Beschwerden oder Erkrankungen sollte eine Ernährungsumstellung medizinisch begleitet werden.
What foods have a microbiome

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Kurz gesagt: Für ein vielfältiges Darmmikrobiom sind vor allem viele unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel, ausreichend Ballaststoffe und ein insgesamt ausgewogener Lebensstil sinnvoll. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und Samen liefern den Darmbakterien wertvolle Nahrung. Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir oder nicht pasteurisiertes Sauerkraut können lebende Kulturen enthalten. Kein einzelnes Lebensmittel verbessert das Mikrobiom allein – entscheidend ist die regelmäßige Vielfalt.

Was ist das Darmmikrobiom?

Das Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen, die in und auf unserem Körper leben. Dazu gehören vor allem Bakterien, aber auch Viren, Pilze und Archaeen. Der größte Teil befindet sich im Darm, insbesondere im Dickdarm. Dort bilden diese Mikroorganismen ein komplexes Ökosystem, das unter anderem an der Verarbeitung bestimmter Nahrungsbestandteile beteiligt ist.


Entdecken Sie den Mikrobiom-Test

ISO-zertifiziertes EU-Labor • Proben bleiben während des Transports stabil • DSGVO-konforme Daten

Mikrobiom Test-kit

Die Zusammensetzung des Darmmikrobioms ist von Mensch zu Mensch verschieden und kann sich im Laufe des Lebens verändern. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress, Medikamente und andere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Vielfalt gilt als ein wichtiger Aspekt eines stabilen Ökosystems, lässt sich aber nicht anhand eines einzigen Lebensmittels oder eines einzelnen Testwerts beurteilen.

Welche Lebensmittel unterstützen das Mikrobiom?

Die besten Lebensmittel für ein gesundes Mikrobiom sind meist solche, die viele Ballaststoffe und unterschiedliche Pflanzenstoffe liefern. Besonders hilfreich ist es, nicht immer dieselben Beilagen zu essen, sondern regelmäßig zwischen verschiedenen Gemüse-, Obst-, Getreide- und Hülsenfruchtsorten zu wechseln.


Sehen Sie sich Beispielempfehlungen der InnerBuddies-Plattform an.

Sehen Sie sich die Empfehlungen der InnerBuddies-Plattform für Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstagebuch und Rezepte an, die auf Basis Ihres Darmmikrobiomtests generiert werden können.

Beispielempfehlungen ansehen

Präbiotische Lebensmittel: Nahrung für Darmbakterien

Präbiotische Lebensmittel enthalten unverdauliche oder teilweise unverdauliche Bestandteile, die von Darmbakterien genutzt werden können. Dazu zählen verschiedene Ballaststoffe und resistente Stärke. Eine Auswahl:

  • Zwiebeln, Knoblauch und Lauch: Sie enthalten unter anderem Inulin und Fructooligosaccharide.
  • Spargel und Chicorée: Diese Gemüse liefern ebenfalls Inulin.
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen und Kichererbsen enthalten reichlich Ballaststoffe und resistente Stärke.
  • Hafer und Gerste: Vollkornvarianten liefern lösliche Ballaststoffe wie Beta-Glucane.
  • Grünliche Bananen: Sie enthalten mehr resistente Stärke als sehr reife Bananen.
  • Kartoffeln und Reis: Nach dem Abkühlen kann sich der Anteil resistenter Stärke erhöhen. Sie können anschließend wieder erwärmt werden.
  • Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse, Leinsamen und Chiasamen ergänzen eine ballaststoffreiche Ernährung.

Auch Beeren, Äpfel, Kakao, grüner Tee und Oliven enthalten Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe werden teilweise von Darmbakterien umgewandelt. Eine abwechslungsreiche Auswahl ist wichtiger als die Suche nach einer einzelnen besonders wirksamen Zutat.

Probiotische und fermentierte Lebensmittel

Der Begriff Probiotika wird für bestimmte lebende Mikroorganismen verwendet, die bei ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben können. Fermentierte Lebensmittel enthalten dagegen nicht automatisch definierte oder ausreichend untersuchte Probiotika. Sie können jedoch lebende Kulturen enthalten und eine abwechslungsreiche Ernährung ergänzen.

  • Naturjoghurt und Kefir: Wählen Sie möglichst ungesüßte Produkte mit lebenden Kulturen.
  • Sauerkraut und Kimchi: Nicht pasteurisierte Produkte können lebende Milchsäurebakterien enthalten. Prüfen Sie die Kennzeichnung, da Erhitzen viele Kulturen inaktivieren kann.
  • Fermentiertes Gemüse: Es kann eine geschmackliche und mikrobielle Ergänzung des Speiseplans sein.
  • Kombucha: Kombucha ist ein fermentiertes Getränk, enthält aber je nach Produkt unterschiedlich viel Zucker und Alkohol. Er sollte daher nicht als notwendiger Bestandteil einer gesunden Ernährung betrachtet werden.

Fermentierte Lebensmittel sind nicht für alle Menschen gleich gut verträglich. Bei Unverträglichkeiten, bestimmten Erkrankungen oder einer immungeschwächten Situation kann eine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung sinnvoll sein.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Wie bekomme ich ein gutes Mikrobiom?

Ein gutes Darmmikrobiom lässt sich nicht gezielt mit einem einzelnen Produkt herstellen. Diese alltagstauglichen Schritte können das Darmmikrobiom unterstützen:

  1. Pflanzliche Vielfalt erhöhen: Essen Sie über die Woche verteilt möglichst viele verschiedene Gemüse-, Obst-, Vollkorn-, Hülsenfrucht-, Nuss- und Samenarten.
  2. Ballaststoffe langsam steigern: Wenn Sie bisher wenig Ballaststoffe essen, erhöhen Sie die Menge schrittweise und trinken Sie ausreichend. So kann sich der Verdauungstrakt besser anpassen.
  3. Ungesüßte fermentierte Lebensmittel wählen: Kleine Portionen Naturjoghurt, Kefir oder fermentiertes Gemüse können eine Option sein, sofern Sie sie vertragen.
  4. Stark verarbeitete Produkte begrenzen: Ersetzen Sie einen Teil davon durch möglichst naturbelassene Lebensmittel.
  5. Bewegung, Schlaf und Stress berücksichtigen: Regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf und ein guter Umgang mit Stress gehören ebenfalls zu einem darmfreundlichen Lebensstil.

Ein einfacher Tagesplan könnte aus Haferflocken mit Beeren und Nüssen zum Frühstück, Linsensalat oder Vollkornbrot mit Gemüse zum Mittagessen und einer Mahlzeit mit verschiedenen Gemüsesorten zum Abendessen bestehen. Ergänzen Sie nur so viel, wie Sie persönlich gut vertragen.

Was macht das Mikrobiom möglicherweise ungünstig?

Das Darmmikrobiom kann durch viele miteinander verbundene Faktoren beeinflusst werden. Von einer einzelnen Mahlzeit lässt sich jedoch nicht ableiten, dass sie das Mikrobiom dauerhaft schädigt. Ungünstig kann insbesondere ein langfristiges Ernährungsmuster sein, das sehr wenig Ballaststoffe und viele stark verarbeitete Lebensmittel enthält.

  • Stark verarbeitete Lebensmittel: Fertigprodukte enthalten häufig wenig Ballaststoffe und können viel Zucker, Salz oder ungünstige Fette liefern.
  • Sehr hoher Zuckerkonsum: Ein dauerhaft hoher Konsum kann eine insgesamt unausgewogene Ernährung begünstigen.
  • Übermäßiger Alkoholkonsum: Regelmäßig große Mengen stehen mit Veränderungen der Darmgesundheit in Zusammenhang.
  • Unnötige Antibiotikaeinnahme: Antibiotika können auch nützliche Bakterien beeinflussen. Nehmen Sie sie nur nach ärztlicher Verordnung und genau nach Anweisung ein.
  • Anhaltender Stress und wenig Schlaf: Beide Faktoren können die Darm-Hirn-Achse und Verdauungsbeschwerden beeinflussen.

Antibiotika sollten nicht eigenständig abgesetzt oder durch Lebensmittel ersetzt werden. Bei Fragen zu Medikamenten oder anhaltenden Beschwerden ist eine medizinische Beratung erforderlich.


Werde Mitglied der InnerBuddies-Community

Führen Sie alle paar Monate einen Darmmikrobiomtest durch und verfolgen Sie Ihre Fortschritte, während Sie unsere Empfehlungen umsetzen

Schließe eine InnerBuddies-Mitgliedschaft ab

Enthalten Lebensmittel ein Mikrobiom?

Streng genommen enthalten Lebensmittel kein menschliches Darmmikrobiom. Einige fermentierte Lebensmittel können aber lebende Mikroorganismen enthalten, während präbiotische Lebensmittel den bereits vorhandenen Darmbakterien als Nahrung dienen. Beide Gruppen sind daher nicht dasselbe: Fermentierte Produkte liefern möglicherweise Kulturen, präbiotische Lebensmittel liefern vor allem Ballaststoffe.

Welches Mikrobiom bei Neurodermitis?

Bei Neurodermitis wird unter anderem untersucht, wie Haut, Immunsystem, Ernährung und Darmmikrobiom zusammenhängen. Der aktuelle Wissensstand erlaubt jedoch keine einfache Aussage darüber, welches Mikrobiom eine bestimmte Person mit Neurodermitis haben sollte. Lebensmittel oder Probiotika sollten deshalb nicht als Behandlung oder Ersatz für die ärztliche Therapie verstanden werden.

Eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung kann allgemein sinnvoll sein. Individuelle Auslöser und Unverträglichkeiten sind jedoch verschieden. Wer Neurodermitis hat oder eine Ausschlussdiät erwägt, sollte die Ernährung mit einer Hautärztin, einem Hautarzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft abstimmen. Bei starken, neuen oder sich verschlimmernden Beschwerden sollten Sie ärztliche Hilfe suchen.

Häufige Fragen zum Mikrobiom

Wie kann ich mein Mikrobiom im Alltag unterstützen?

Setzen Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen und Samen. Steigern Sie Ballaststoffe langsam, wählen Sie bei guter Verträglichkeit fermentierte Lebensmittel und achten Sie zusätzlich auf Bewegung, Schlaf und Stressmanagement.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Welche Lebensmittel können das Mikrobiom unterstützen?

Besonders geeignet sind ballaststoffreiche und präbiotische Lebensmittel wie Zwiebeln, Lauch, Hafer, Gerste, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Nüsse. Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir oder nicht pasteurisiertes Sauerkraut können eine Ergänzung sein.

Wie schnell verändert sich das Mikrobiom?

Die Zusammensetzung der Darmmikroorganismen kann auf Ernährungsänderungen vergleichsweise schnell reagieren. Wie dauerhaft und relevant solche Veränderungen sind, ist individuell verschieden. Nachhaltige Gewohnheiten sind daher sinnvoller als kurzfristige Kuren.

Kann ich mein Darmmikrobiom testen lassen?

Ein Darmflora-Testkit von InnerBuddies kann eine Momentaufnahme bestimmter Mikroorganismen liefern. Solche Ergebnisse sind jedoch keine Diagnose und sollten nicht allein die Behandlung oder eine starke Ernährungsumstellung bestimmen. Besprechen Sie auffällige Beschwerden oder medizinische Fragen mit einer qualifizierten Fachperson.

Welche Lebensmittel sollte ich für ein gesundes Mikrobiom meiden?

Sie müssen normalerweise nicht einzelne Lebensmittel vollständig verbieten. Sinnvoll kann es sein, stark verarbeitete Produkte, sehr zuckerreiche Lebensmittel und übermäßigen Alkohol zu reduzieren und sie häufiger durch ballaststoffreiche, möglichst naturbelassene Lebensmittel zu ersetzen. Bei individuellen Unverträglichkeiten sollte die Auswahl fachlich abgeklärt werden.

Zurück zum Die neuesten Nachrichten zur Gesundheit des Darmmikrobioms