Darmbakterien, Marker und Muster im Mikrobiom von Hundertjährigen
Das Darmmikrobiom von Hundertjährigen wird erforscht, um mögliche Bakterienmarker und Muster zu erkennen, die mit gesundem Altern und außergewöhnlicher Langlebigkeit zusammenhängen. Studien finden Unterschiede in der Zusammensetzung und Funktion der Darmbakterien, doch bislang gibt es kein einheitliches „Langlebigkeitsmikrobiom“. Die beobachteten Zusammenhänge beweisen nicht, dass bestimmte Bakterien ein langes Leben verursachen.
Was ist über Darmbakterien und Demenz bekannt?
In Studien zu Demenz wurden Veränderungen bestimmter Darmbakterien beobachtet, darunter Verschiebungen bei Enterobacteriaceae und Escherichia/Shigella sowie bei einigen butyratbildenden Bakterien. Die Ergebnisse unterscheiden sich zwischen Studien und können durch Ernährung, Medikamente, Alter und andere Faktoren beeinflusst sein. Sie belegen weder, dass diese Bakterien Demenz verursachen, noch erlauben sie eine Diagnose anhand eines Mikrobiomtests.
Kann man das Darmmikrobiom wieder ins Gleichgewicht bringen?
Es gibt keine allgemein bewiesene Methode, ein vermeintlich „reparaturbedürftiges“ Mikrobiom gezielt wiederherzustellen. Für die allgemeine Darmgesundheit können eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf sinnvoll sein. Antibiotika sollten nur nach medizinischer Empfehlung eingenommen werden; bei anhaltenden Beschwerden ist ärztlicher Rat wichtig.
Welche Anzeichen können auf ein Darmproblem hinweisen?
Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung können mit Verdauungsproblemen einhergehen, sind aber unspezifisch und zeigen nicht zuverlässig, ob das Mikrobiom „ungesund“ ist. Bei anhaltenden, starken oder sich verschlimmernden Beschwerden sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.