Wie sich Butyratbildner über die Ernährung unterstützen lassen
Butyratbildende Bakterien nutzen teilweise Ballaststoffe und resistente Stärke als Substrate. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln kann deshalb ein vielfältiges Angebot an fermentierbaren Fasern bereitstellen. Dazu zählen beispielsweise Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen. Auch abgekühlte Kartoffeln oder Reis enthalten resistente Stärke. Verträglichkeit und Bedarf sind individuell; eine schrittweise Steigerung der Ballaststoffzufuhr kann sinnvoll sein.
Die Ernährung fördert nicht gezielt und garantiert nicht das Wachstum einer bestimmten Bakterienart. Mikrobiomzusammensetzung und Stoffwechsel unterscheiden sich zwischen Menschen. Bei anhaltenden Beschwerden, Erkrankungen oder besonderen Ernährungsvorgaben sollte eine Ernährungsumstellung mit einer qualifizierten Fachperson besprochen werden.
Probiotika: Stamm und Anwendungszweck beachten
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben können. Dieser Nutzen ist nicht pauschal für eine ganze Gattung anzunehmen, sondern muss für den konkreten Stamm und Anwendungszweck betrachtet werden. In Produkten und Studien finden sich beispielsweise Lactobacillus rhamnosus GG, Lactiplantibacillus plantarum 299v, Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12 und Bifidobacterium longum 35624. Ihre Untersuchung für bestimmte Situationen bedeutet nicht, dass sie Entzündungen allgemein behandeln oder bei jeder Person wirken.
Bei der Auswahl eines Produkts sind der vollständige Stammcode, die Menge, Lagerung, Qualität und der Zweck der Anwendung wichtiger als die bloße Angabe „Lactobacillus“ oder „Bifidobacterium“. Bei geschwächtem Immunsystem, schweren Erkrankungen, Schwangerschaft oder der Einnahme von Medikamenten sollte die Anwendung ärztlich abgeklärt werden.