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In welchem Alter beginnt IBD normalerweise? Symptome und Abklärung

IBD, also chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, beginnt häufig zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr, kann aber in jedem Alter auftreten. Der Artikel erklärt typische Altersgipfel, wichtige Symptome und die Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen. Außerdem erfahren Sie, wie IBD abgeklärt wird, was das Mikrobiom damit zu tun hat und warum eine Mikrobiom-Analyse keine medizinische Diagnose ersetzt.
What age does IBD usually start

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Kurzantwort: IBD beginnt am häufigsten zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr. Ein weiterer, kleinerer Häufigkeitsgipfel wird bei Erwachsenen ab etwa 50 Jahren beobachtet. Dennoch können chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in jedem Alter auftreten. Anhaltender Durchfall, Blut im Stuhl, wiederkehrende Bauchschmerzen oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust sollten ärztlich abgeklärt werden.

Was bedeutet IBD?

IBD ist die englische Abkürzung für Inflammatory Bowel Disease. Auf Deutsch spricht man meist von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, kurz CED. Zu den wichtigsten Formen gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Beide Erkrankungen können in Schüben verlaufen und unterscheiden sich in ihrem möglichen Befallsmuster.


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Beim Erkrankungsalter sind zwei Zeiträume besonders häufig: der Beginn im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter sowie ein späterer Beginn im Erwachsenenalter. Diese Altersbereiche sind Orientierungspunkte und keine Voraussetzung für die Diagnose.

In welchem Alter beginnt IBD typischerweise?

  • Jugendliche und junge Erwachsene: Der häufigste Beginn liegt ungefähr zwischen 15 und 35 Jahren.
  • Erwachsene ab etwa 50 Jahren: Auch in diesem Lebensabschnitt kann IBD erstmals auftreten.
  • Kinder: Eine pädiatrische IBD ist möglich und kann sich zusätzlich durch Wachstums- oder Entwicklungsprobleme bemerkbar machen.
  • Höheres Lebensalter: Neue Beschwerden sollten sorgfältig untersucht werden, weil auch andere Ursachen infrage kommen können.

Morbus Crohn beginnt häufig etwas früher als Colitis ulcerosa. Das individuelle Erkrankungsalter kann jedoch deutlich abweichen. Wichtig ist außerdem der Unterschied zwischen dem Beginn der Beschwerden und dem Zeitpunkt der Diagnose. Bis zur Diagnose können Wochen oder Monate vergehen, weil die Symptome zunächst unspezifisch sein können.


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Welche Symptome können auf eine chronische Darmentzündung hinweisen?

Die Beschwerden hängen unter anderem davon ab, welcher Darmabschnitt betroffen ist und wie aktiv die Entzündung ist. Mögliche Anzeichen sind:

  • anhaltender oder wiederkehrender Durchfall
  • Blut oder Schleim im Stuhl
  • wiederkehrende Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe
  • ungewollter Gewichtsverlust oder verminderter Appetit
  • ungewöhnliche Müdigkeit und Leistungsminderung
  • Fieber oder erhöhte Temperatur ohne erkennbare Ursache
  • Drang, den Darm häufig oder sehr plötzlich zu entleeren

Bei Kindern und Jugendlichen können zusätzlich eine verzögerte Gewichtszunahme, ein verlangsamtes Wachstum oder ein deutlicher Leistungsknick auffallen. Bei älteren Erwachsenen sollten neu auftretende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten ebenfalls ärztlich beurteilt werden. Diese Symptome beweisen keine IBD, können aber eine Untersuchung sinnvoll machen.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Was ist der Unterschied?

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Morbus Crohn

Morbus Crohn kann grundsätzlich verschiedene Abschnitte des Verdauungstrakts betreffen. Die Entzündung kann dabei abschnittsweise auftreten. Je nach Verlauf können unter anderem Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust oder Beschwerden im Bereich des Afters vorkommen.

Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa betrifft den Dickdarm. Die Entzündung beginnt typischerweise im Enddarm und kann sich zusammenhängend in den Dickdarm ausbreiten. Häufig stehen blutig-schleimige Durchfälle, Stuhldrang und Bauchschmerzen im Vordergrund.

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Die Beschwerden können sich überschneiden. Welche Erkrankung vorliegt, lässt sich deshalb nicht allein anhand des Alters oder einzelner Symptome feststellen.

Wann ist eine ärztliche Abklärung wichtig?

Vereinbaren Sie einen Termin in einer hausärztlichen oder gastroenterologischen Praxis, wenn Durchfall, Bauchschmerzen oder andere Darmbeschwerden über längere Zeit anhalten oder wiederkehren. Eine zeitnahe Abklärung ist besonders wichtig bei Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust, Fieber, nächtlichen Beschwerden, starker Schwäche oder deutlicher Verschlechterung. Bei starken Schmerzen, Kreislaufproblemen, anhaltend hohem Fieber oder größeren Blutungen ist umgehend medizinische Hilfe erforderlich.

Wie wird IBD untersucht?

Je nach Beschwerden und Vorgeschichte können verschiedene Untersuchungen infrage kommen:

  1. Gespräch über Symptome, Verlauf, Medikamente und familiäre Erkrankungen
  2. körperliche Untersuchung und Blutuntersuchungen, zum Beispiel auf Entzündungszeichen und Blutarmut
  3. Stuhluntersuchungen, unter anderem auf Calprotectin sowie mögliche Infektionen
  4. Koloskopie mit Gewebeproben, wenn dies medizinisch angezeigt ist
  5. Bildgebung wie eine MRT-Enterografie bei Verdacht auf einen Befall des Dünndarms

Ein einzelner Blut- oder Stuhltest kann IBD weder sicher bestätigen noch ausschließen. Die Beurteilung erfolgt durch medizinisches Fachpersonal anhand mehrerer Befunde.


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IBD oder Reizdarmsyndrom?

Das Reizdarmsyndrom und IBD können ähnliche Beschwerden verursachen, sind aber unterschiedliche Erkrankungen. Bei IBD lässt sich eine entzündliche Erkrankung des Darms nachweisen. Beim Reizdarmsyndrom stehen Beschwerden ohne den typischen Nachweis einer solchen Entzündung im Vordergrund. Ein Calprotectin-Test kann bei der medizinischen Einordnung helfen, ersetzt jedoch keine vollständige Untersuchung.

Welche Rolle spielt das Darmmikrobiom?

Das Darmmikrobiom umfasst die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm. Es steht mit Verdauung, Darmbarriere und Immunsystem in Verbindung. Bei Menschen mit IBD werden häufig Veränderungen der mikrobiellen Zusammensetzung beobachtet. Daraus folgt jedoch nicht, dass eine bestimmte Mikrobiom-Veränderung die alleinige Ursache ist oder eine Erkrankung sicher vorhersagen kann. Auch genetische, immunologische und Umweltfaktoren können eine Rolle spielen.

Kann eine Mikrobiom-Analyse IBD feststellen?

Nein. Eine kommerzielle Mikrobiom-Analyse ist kein Ersatz für die ärztliche Diagnostik von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Ihre Ergebnisse sind nicht automatisch für eine Diagnose oder eine individuelle Therapieentscheidung geeignet. Wer anhaltende Beschwerden hat, sollte sich zuerst medizinisch untersuchen lassen. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Schlaf und Stressmanagement können die allgemeine Darmgesundheit unterstützen, ersetzen bei bestehender oder vermuteter IBD aber keine ärztliche Behandlung.

Häufige Fragen zu IBD

Ist IBD heilbar?

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen gelten derzeit als nicht dauerhaft heilbar. Sie sind jedoch behandelbar. Die Therapie zielt darauf ab, Entzündungsaktivität und Beschwerden zu kontrollieren sowie beschwerdearme Phasen zu ermöglichen. Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von der Erkrankungsform und dem individuellen Verlauf ab.

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Wie lange lebt ein Mensch mit Morbus Crohn?

Die Lebenserwartung von Menschen mit Morbus Crohn ist bei guter medizinischer Betreuung häufig nicht wesentlich eingeschränkt. Der Verlauf ist individuell. Regelmäßige Kontrollen, eine passende Behandlung und die Abklärung neuer oder stärker werdender Beschwerden sind wichtige Bestandteile der Versorgung.

Wie äußert sich eine chronische Darmentzündung?

Mögliche Anzeichen sind wiederkehrender Durchfall, Blut oder Schleim im Stuhl, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Müdigkeit und Fieber. Nicht jede betroffene Person hat alle Symptome. Bei länger anhaltenden oder belastenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Für was steht IBD?

IBD steht für Inflammatory Bowel Disease. Gemeint sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, vor allem Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • IBD beginnt häufig zwischen 15 und 35 Jahren, kann aber in jedem Alter auftreten.
  • Morbus Crohn beginnt oft etwas früher als Colitis ulcerosa.
  • Anhaltender Durchfall, Blut im Stuhl, Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust sollten medizinisch abgeklärt werden.
  • IBD ist derzeit nicht dauerhaft heilbar, aber behandelbar.
  • Eine Mikrobiom-Analyse kann keine IBD diagnostizieren und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

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