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Gartenarbeit und Darmgesundheit: So unterstützen Sie Ihr Mikrobiom

Gartenarbeit und Darmgesundheit hängen auf mehrere Weise zusammen: Bewegung und Zeit im Grünen können Stress reduzieren, während selbst angebautes Gemüse zusätzliche Ballaststoffe und pflanzliche Vielfalt liefert. Der Kontakt mit Erde ist jedoch kein Grund, Erde zu essen. Lesen Sie, wie Sie sicher gärtnern, Bodenmikroben realistisch einordnen und mit saisonalen, ballaststoffreichen Lebensmitteln ein vielfältiges Darmmikrobiom unterstützen können.
How Gardening Nurtures Your Gut Microbiome

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Kurz gesagt: Gartenarbeit kann Ihre Darmgesundheit indirekt unterstützen. Bewegung, Zeit im Grünen und weniger Stress kommen der Darm-Hirn-Achse zugute. Selbst angebautes Gemüse liefert Ballaststoffe und pflanzliche Vielfalt, die das Darmmikrobiom ernähren können. Erde zu essen ist dagegen weder nötig noch empfehlenswert.

Wie Gartenarbeit und Darmgesundheit zusammenhängen

Gartenarbeit verbindet mehrere Gewohnheiten, die allgemein als gesundheitsfördernd gelten: Sie bringt Bewegung in den Alltag, findet häufig im Freien statt und macht den Zugang zu frischem Gemüse, Kräutern und Obst leichter. Diese Faktoren können sich gegenseitig ergänzen. Sie verändern das Darmmikrobiom jedoch nicht automatisch und ersetzen keine ausgewogene Ernährung oder medizinische Behandlung.


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1. Bodenmikroben richtig einordnen

Erde enthält viele Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen. Beim Pflanzen, Jäten oder Umtopfen kommen die Hände mit diesen Mikroben in Kontakt. Es gibt wissenschaftliches Interesse an einzelnen Bodenbakterien wie Mycobacterium vaccae. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Gartenarbeit gezielt die Darmflora verbessert oder Krankheiten verhindert.


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Ein kurzer Kontakt mit Erde bedeutet auch nicht, dass nützliche Bodenbakterien dauerhaft den Darm besiedeln. Mögliche Vorteile des Gärtnerns entstehen wahrscheinlich eher durch die Kombination aus Bewegung, Naturerlebnis, Stressabbau und einer abwechslungsreicheren Ernährung. Waschen Sie Ihre Hände nach der Gartenarbeit und reinigen Sie geerntete Lebensmittel gründlich.

Sicherer Umgang mit Erde

  • Tragen Sie bei Kompost, Dünger oder möglicherweise verunreinigter Erde geeignete Handschuhe.
  • Waschen Sie Hände und Nägel nach der Arbeit mit Seife und Wasser.
  • Essen und trinken Sie nicht mit ungewaschenen Händen.
  • Waschen Sie Gemüse und Kräuter unter fließendem Wasser, besonders wenn sie mit Erde bedeckt sind.
  • Verwenden Sie Kompost nach den Empfehlungen für die jeweilige Pflanzenart und achten Sie auf eine gute Hygiene.

2. Selbst angebautes Gemüse liefert Ballaststoffe

Der klarste Zusammenhang zwischen Gartenarbeit und Darmgesundheit liegt oft auf dem Teller. Gemüse, Obst, Kräuter, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte liefern Ballaststoffe. Ein Teil dieser unverdaulichen Bestandteile wird im Dickdarm von Bakterien verarbeitet. Eine vielfältige Auswahl an Pflanzen kann deshalb dazu beitragen, unterschiedliche Mikroorganismen mit Nahrung zu versorgen.

PflanzeMöglicher Beitrag
GrünkohlBallaststoffe und verschiedene Pflanzenstoffe
KnoblauchBallaststoffe, darunter Inulin
TomatenBallaststoffe und Lycopin
KarottenBallaststoffe und pflanzliche Farbstoffe
KräuterAromatische Pflanzenstoffe und mehr geschmackliche Vielfalt

Steigern Sie die Ballaststoffmenge langsam, wenn Sie bisher wenig davon essen, und trinken Sie ausreichend. Bei anhaltenden Beschwerden wie starken Blähungen, Schmerzen oder Veränderungen des Stuhlgangs sollten Sie eine medizinische Fachperson fragen.

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3. Gartenarbeit, Stress und die Darm-Hirn-Achse

Chronischer Stress kann Verdauungsbeschwerden bei manchen Menschen verstärken. Gartenarbeit bietet Bewegung, Tagesstruktur und eine Tätigkeit, bei der die Aufmerksamkeit auf eine konkrete Aufgabe gelenkt wird. Das kann zur Entspannung beitragen und die Darm-Hirn-Achse indirekt unterstützen. Eine bestimmte Wirkung auf Cortisol, Darmbakterien oder Entzündungen lässt sich daraus für einzelne Personen jedoch nicht sicher ableiten.

4. Saisonale Vielfalt für eine abwechslungsreiche Ernährung

Ein Garten macht saisonale Lebensmittel leicht zugänglich. Im Frühjahr können beispielsweise Kräuter und Salate wachsen, im Sommer Tomaten und Bohnen und im Herbst Kohl, Kürbis oder Karotten. Unterschiedliche Pflanzen liefern unterschiedliche Ballaststoffe und Pflanzenstoffe. Entscheidend ist nicht eine einzelne Pflanze, sondern die regelmäßige Vielfalt über längere Zeit.

5. Kompostierung und Hygiene

Kompost verbessert die Bodenstruktur und kann Pflanzen mit Nährstoffen versorgen. Er ist aber kein Nahrungsergänzungsmittel und sollte niemals auf Lebensmitteln oder in Getränken landen. Waschen Sie Hände und Gartengeräte nach dem Kontakt mit Kompost und beachten Sie bei der Anwendung die Hinweise für Gemüsebeete. Kleine Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten bei der Arbeit mit Kompost besonders vorsichtig sein.


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Praktische Tipps für darmfreundliches Gärtnern

  1. Pflanzen Sie vielfältig: Kombinieren Sie Gemüse, Kräuter, Obst und gegebenenfalls Hülsenfrüchte.
  2. Verwenden Sie geerntete Lebensmittel regelmäßig: Ergänzen Sie Mahlzeiten mit frischen, ballaststoffreichen Zutaten.
  3. Probieren Sie verträgliche Fermente: Aus Gartengemüse können beispielsweise Sauerkraut oder milchsauer eingelegte Gurken entstehen. Achten Sie dabei auf sauberes Arbeiten und sichere Fermentationsanleitungen.
  4. Planen Sie realistisch: Ein Fensterbankgarten oder ein Gemeinschaftsgarten kann ebenfalls Bewegung, Naturkontakt und frische Kräuter ermöglichen.
  5. Schützen Sie den Boden: Bevorzugen Sie eine umweltbewusste Pflege und setzen Sie Pflanzenschutzmittel nur nach Anleitung und wenn unbedingt erforderlich ein.

FAQ: Erde essen und Bodenmikroben

Welche Krankheit kann durch das Essen von Erde verursacht werden?

Es gibt nicht die eine typische Krankheit, die immer durch Erde essen entsteht. Verunreinigte Erde kann jedoch Krankheitserreger oder Parasiten enthalten. Je nach Herkunft können außerdem Schadstoffe oder andere unerwünschte Stoffe aufgenommen werden. Bei Fieber, starkem Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder anderen besorgniserregenden Beschwerden nach dem Verzehr von Erde sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Ist es gesund, Erde zu essen?

Nein. Erde zu essen ist nicht notwendig, um von Gartenarbeit oder Bodenmikroben zu profitieren, und kann gesundheitliche Risiken bergen. Waschen Sie stattdessen Ihre Hände und Lebensmittel gründlich. Die Aussage, dass Erde essen das Darmmikrobiom stärkt, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.

Warum essen Kinder Erde?

Kleine Kinder erkunden ihre Umgebung häufig mit dem Mund. Wiederholtes Erde essen kann auch mit Pica, einer Essstörung mit Verlangen nach nicht essbaren Stoffen, oder manchmal mit einem Nährstoffmangel zusammenhängen. Wenn ein Kind wiederholt Erde isst, größere Mengen aufgenommen hat oder Beschwerden zeigt, sprechen Sie mit einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt. Versuchen Sie nicht, einen möglichen Mangel selbst zu behandeln.

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Muss ich Erde essen, um von Bodenmikroben zu profitieren?

Nein. Erde zu essen ist weder erforderlich noch sicher. Der praktische Nutzen des Gärtnerns liegt eher in Bewegung, Entspannung, Naturkontakt und einer abwechslungsreichen Ernährung. Nach der Gartenarbeit sollten Sie Hände, Nägel und gegebenenfalls Gartengeräte reinigen.

Was kann ich ohne eigenen Garten tun?

Bauen Sie Kräuter auf der Fensterbank an, nutzen Sie einen Balkon oder beteiligen Sie sich an einem Gemeinschaftsgarten. Auch der regelmäßige Einkauf verschiedener saisonaler Pflanzen kann die Vielfalt Ihrer Ernährung erhöhen.

Gartenarbeit und InnerBuddies

InnerBuddies steht für einen ganzheitlichen Blick auf Wohlbefinden. Ein Mikrobiom-Testkit kann Informationen über die Zusammensetzung von Darmmikroorganismen liefern, aber kein Krankheitsbild diagnostizieren und keine Behandlung ersetzen. Besprechen Sie anhaltende oder starke Beschwerden mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson.

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