Aktualisiert:

Blähungen verstehen: Ursachen und was im Alltag helfen kann

Blähungen sind häufig und entstehen meist durch geschluckte Luft oder die bakterielle Verdauung bestimmter Kohlenhydrate. Dieser Ratgeber erklärt mögliche Auslöser, den Einfluss von Ernährung, Darmmikrobiom und Stress sowie einfache Schritte, die Beschwerden lindern können. Sie erfahren außerdem, was bei häufigem Abgang von Darmgasen sinnvoll ist, ob Blähungen den Blutdruck beeinflussen und wann eine medizinische Abklärung wichtig wird.
Unlocking Your Microbiome Secrets to Improve Digestive Health and Reduce Bloating

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Kurzantwort: Blähungen entstehen meist durch geschluckte Luft und Gase, die bei der Verdauung im Dickdarm gebildet werden. Häufig helfen langsames Essen, regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und das schrittweise Anpassen ballaststoffreicher Lebensmittel. Treten Blähungen neu, sehr stark oder zusammen mit Warnzeichen auf, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen.

Warum entstehen Blähungen?

Blähungen, medizinisch auch Meteorismus genannt, sind ein Gefühl von vermehrter Gasbildung oder aufgeblähtem Bauch. Darmgase entstehen teilweise durch geschluckte Luft und teilweise, wenn Mikroorganismen im Dickdarm unverdauliche Bestandteile der Nahrung fermentieren. Dieser Vorgang ist normal. Beschwerden entstehen eher dann, wenn sich viel Gas sammelt, der Darm empfindlich reagiert oder die Gase langsamer weitertransportiert werden.


Entdecken Sie den Mikrobiom-Test

ISO-zertifiziertes EU-Labor • Proben bleiben während des Transports stabil • DSGVO-konforme Daten

Mikrobiom Test-kit

Häufige Auslöser sind:

  • zu schnelles Essen, hastiges Trinken, Kaugummikauen oder das Trinken aus Strohhalmen
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • große Mengen Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln oder bestimmte Zuckeralkohole
  • eine plötzliche Erhöhung der Ballaststoffmenge
  • Verstopfung oder ein veränderter Stuhlgang
  • Stress, der die Darm-Hirn-Achse und die Wahrnehmung von Bauchbeschwerden beeinflussen kann
  • individuelle Unverträglichkeiten oder andere Erkrankungen des Verdauungstrakts

Die Ursache lässt sich aus einem einzelnen Symptom nicht sicher ableiten. Ein Ernährungstagebuch kann helfen, wiederkehrende Zusammenhänge zwischen Mahlzeiten und Beschwerden zu erkennen.


Sehen Sie sich Beispielempfehlungen der InnerBuddies-Plattform an.

Sehen Sie sich die Empfehlungen der InnerBuddies-Plattform für Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstagebuch und Rezepte an, die auf Basis Ihres Darmmikrobiomtests generiert werden können.

Beispielempfehlungen ansehen

Welche Rolle spielen Mikrobiom und Darmflora?

Das Darmmikrobiom bezeichnet die Gemeinschaft von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen im Verdauungstrakt. Der Begriff Darmflora wird im Alltag häufig als Synonym verwendet, obwohl es sich bei den meisten beteiligten Mikroorganismen um Bakterien handelt. Im Dickdarm bauen diese Mikroorganismen unter anderem Ballaststoffe ab und bilden dabei Gase und weitere Stoffwechselprodukte.

Die Zusammensetzung des Mikrobioms ist individuell und kann sich durch Ernährung, Medikamente, Infektionen, Stress und andere Lebensumstände verändern. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln kann die Vielfalt der zugeführten Ballaststoffe erhöhen und damit die Darmgesundheit unterstützen. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass jede Blähung durch eine gestörte Darmflora verursacht wird.

Was hilft gegen Blähungen?

Bei gelegentlichen Blähungen können die folgenden Maßnahmen einen Versuch wert sein:

  1. Langsamer essen: Nehmen Sie sich Zeit, kauen Sie gründlich und sprechen Sie während des Essens möglichst wenig, um weniger Luft zu schlucken.
  2. Leichte Bewegung: Ein Spaziergang nach dem Essen kann den natürlichen Transport des Darminhalts unterstützen. Auch sanfte Dehnübungen können angenehm sein.
  3. Wärme nutzen: Eine Wärmflasche oder ein warmes Bauchwickel kann als wohltuend empfunden werden.
  4. Getränke bewusst wählen: Stilles Wasser und ungesüßter Tee sind meist geeigneter als stark kohlensäurehaltige Getränke. Fenchel- oder Pfefferminztee kann manchen Menschen guttun; bei Reflux kann Pfefferminze Beschwerden verstärken.
  5. Auslöser beobachten: Reduzieren Sie verdächtige Lebensmittel testweise und vorübergehend, statt viele Lebensmittel dauerhaft ohne fachliche Begleitung zu meiden.
  6. Verstopfung berücksichtigen: Regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und eine langsam gesteigerte Ballaststoffzufuhr können die Stuhlregulation unterstützen.

Wenn Sie Ballaststoffe wie Vollkorn, Hafer, Gemüse, Obst, Nüsse oder Hülsenfrüchte deutlich erhöhen, tun Sie dies langsam. Eine schnelle Umstellung kann zunächst mehr Gasbildung verursachen.

Was tun bei häufigem Abgang von Darmgasen?

Häufiges Furzen ist zunächst kein verlässliches Zeichen für eine Erkrankung. Entscheidend sind die Häufigkeit im persönlichen Vergleich, der Leidensdruck und zusätzliche Symptome. Prüfen Sie zunächst, ob Sie hastig essen, viel Luft schlucken, regelmäßig kohlensäurehaltige Getränke trinken oder bestimmte Lebensmittel schlecht vertragen. Ein kurzer Symptom- und Ernährungskalender kann die Beobachtung erleichtern.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Vermeiden Sie es, ohne klare Ursache viele Lebensmittelgruppen langfristig zu streichen. Bei wiederkehrenden oder zunehmenden Beschwerden kann eine Ärztin, ein Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft die weitere Abklärung begleiten. Besonders wichtig ist dies bei Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust oder Schmerzen.

Ernährung und Darmgesundheit im Alltag

Für die Verdauungsgesundheit gibt es kein einzelnes Lebensmittel und keine allgemeingültige perfekte Ernährung. Hilfreich kann eine abwechslungsreiche Auswahl aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sein, angepasst an die individuelle Verträglichkeit. Präbiotische Ballaststoffe dienen bestimmten Darmbakterien als Nahrung. Beispiele sind Hafer, Äpfel, Spargel, Chicorée, Zwiebeln und Knoblauch.

Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi, Miso oder Tempeh können lebende Kulturen enthalten. Ihre Zusammensetzung und Wirkung ist je nach Produkt und Person unterschiedlich. Probiotische Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und sollten bei chronischen Erkrankungen, geschwächtem Immunsystem oder Unsicherheit vorher medizinisch besprochen werden.

Neben der Ernährung können regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf und ein möglichst verlässlicher Tagesrhythmus die allgemeine Verdauung unterstützen. Stressabbau durch Atemübungen, Entspannung oder Achtsamkeit kann hilfreich sein, ersetzt aber keine Abklärung anhaltender Beschwerden.

Gibt es ein bestes Medikament gegen Blähungen?

Ein allgemein bestes Medikament gegen Blähungen gibt es nicht. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Ursache, weiteren Symptomen, dem Alter und anderen Medikamenten ab. In der Apotheke werden unter anderem Präparate mit Simeticon oder Dimeticon angeboten. Sie können bei manchen Menschen kurzfristig zur Linderung beitragen, wirken aber nicht gegen jede Ursache und sind nicht für jede Situation die passende Wahl.


Werde Mitglied der InnerBuddies-Community

Führen Sie alle paar Monate einen Darmmikrobiomtest durch und verfolgen Sie Ihre Fortschritte, während Sie unsere Empfehlungen umsetzen

Schließe eine InnerBuddies-Mitgliedschaft ab

Lassen Sie sich von einer Apothekerin, einem Apotheker oder einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt beraten und beachten Sie die Packungsbeilage. Bei anhaltenden, starken oder wiederkehrenden Beschwerden sollte nicht dauerhaft selbst behandelt werden.

Können Blähungen den Blutdruck erhöhen?

Blähungen erhöhen den Blutdruck normalerweise nicht direkt. Ein gespannter Bauch, Schmerzen oder Aufregung können jedoch vorübergehend unangenehm sein und den Blutdruckmesswert beeinflussen. Messen Sie bei Unsicherheit nach einigen Minuten Ruhe erneut. Bei sehr hohen Messwerten oder Beschwerden wie Brustschmerz, Atemnot, Lähmungserscheinungen, Verwirrtheit oder starken Kopfschmerzen ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.

Wann ist ärztlicher Rat sinnvoll?

Eine medizinische Abklärung ist ratsam, wenn Blähungen neu auftreten, über längere Zeit anhalten, deutlich zunehmen oder den Alltag stark beeinträchtigen. Suchen Sie zeitnah ärztlichen Rat bei:

  • starken, anhaltenden oder wiederkehrenden Bauchschmerzen
  • Blut oder schwarzem Stuhl
  • ungewolltem Gewichtsverlust
  • Fieber, wiederholtem Erbrechen oder nächtlichem Durchfall
  • anhaltender Verstopfung oder Durchfall über mehr als zwei Wochen
  • einem stark geblähten Bauch mit fehlendem Stuhl- und Windabgang

Diese Hinweise ermöglichen keine Selbstdiagnose, können aber zeigen, dass eine Untersuchung notwendig ist. Bei plötzlich starken Beschwerden wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder den Notruf, je nach Dringlichkeit.

Häufige Fragen zu Blähungen

Was ist der Grund für viele Blähungen?

Häufige Gründe sind geschluckte Luft, kohlensäurehaltige Getränke, eine rasche Erhöhung der Ballaststoffzufuhr, bestimmte schwer verdauliche Kohlenhydrate, Verstopfung oder individuelle Unverträglichkeiten. Auch Stress kann die Beschwerden verstärken. Wenn viele Blähungen regelmäßig auftreten oder weitere Symptome hinzukommen, sollte die Ursache professionell abgeklärt werden.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Was tun, wenn man viel furzt?

Essen Sie langsamer, reduzieren Sie zunächst kohlensäurehaltige Getränke und beobachten Sie mögliche Auslöser in einem Ernährungstagebuch. Steigern Sie Ballaststoffe schrittweise, bewegen Sie sich regelmäßig und vermeiden Sie umfangreiche Ausschlussdiäten ohne Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden oder Warnzeichen ist ärztlicher Rat sinnvoll.

Welches ist das beste Medikament gegen Blähungen?

Das hängt von der Ursache und der persönlichen Situation ab. Frei verkäufliche Wirkstoffe wie Simeticon oder Dimeticon können bei manchen Erwachsenen kurzfristig helfen, sind aber nicht für alle Beschwerden geeignet. Lassen Sie sich zur Auswahl und Anwendung in der Apotheke beraten und suchen Sie bei wiederkehrenden Beschwerden nach der Ursache.

Wie kann ich mein Mikrobiom unterstützen?

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit langsam gesteigerter Ballaststoffzufuhr, ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und Schlaf kann die allgemeine Darmgesundheit unterstützen. Probiotische Lebensmittel oder Präparate können für einzelne Menschen sinnvoll sein, ihre Wirkung ist jedoch nicht pauschal vorhersehbar. Ein Mikrobiom-Test ersetzt keine ärztliche Untersuchung und liefert allein keine Diagnose.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden, starken oder beunruhigenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.

Zurück zum Die neuesten Nachrichten zur Gesundheit des Darmmikrobioms