Sicherheit: Worauf Eltern bei EM-Produkten achten sollten
Geben Sie einem Baby kein Produkt allein deshalb, weil es als „natürlich“, „effektiv“ oder mikrobiomfreundlich beworben wird. Prüfen Sie, ob es ausdrücklich für Säuglinge vorgesehen ist, welche Mikroorganismen und Stämme enthalten sind und ob Altersangaben sowie Anwendungshinweise eindeutig sind. Unklare Zusammensetzungen, fehlende Säuglingsdaten oder nicht für den Verzehr bestimmte Produkte sind Gründe, das Mittel nicht zu verwenden.
Bei Frühgeborenen, einem geschwächten Immunsystem, schweren Erkrankungen oder laufender Behandlung sollte jede Gabe von Probiotika oder anderen mikrobiellen Produkten zuvor ärztlich abgeklärt werden. Bei anhaltenden Beschwerden, Blut im Stuhl, wiederholtem Erbrechen, deutlichen Trinkproblemen oder Sorgen um Wachstum und Entwicklung wenden Sie sich an eine medizinische Fachperson, statt selbst mit EM oder Probiotika zu behandeln.
Mikrobiomtests können die Zusammensetzung einer Stuhlprobe beschreiben, liefern aber nicht automatisch eine Diagnose oder einen Behandlungsplan. Besprechen Sie Testergebnisse mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal und leiten Sie daraus keine eigenständige Behandlung ab.
Das Wichtigste auf einen Blick
EM ist keine einheitlich definierte probiotische Behandlung für Babys. Die meisten gesunden Säuglinge benötigen nicht routinemäßig Probiotika; für konkrete Produkte und medizinische Situationen zählt die Evidenz zum jeweiligen Stamm und Anwendungszweck. Fragen Sie vor der Gabe von EM, Probiotika oder fermentierten Getränken bei Säuglingen eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt.