Ist grüner Tee gut für den Darm?
Grüner Tee kann Teil einer darmfreundlichen Ernährung sein, aber er ist kein nachgewiesenes Mittel gegen Verdauungsbeschwerden. Seine Polyphenole, darunter Catechine wie EGCG, werden im Darm von Mikroorganismen teilweise umgewandelt und können die Zusammensetzung und Aktivität der Darmflora beeinflussen. Wie sich das auswirkt, hängt unter anderem von der Ernährung, der individuellen Verträglichkeit und der jeweiligen Teezubereitung ab.
Grüntee-Polyphenole und das Darmmikrobiom
Polyphenole sind pflanzliche Verbindungen, die unter anderem in Tee, Beeren, Gemüse, Nüssen und Kakao vorkommen. Grüner Tee enthält verschiedene Catechine, darunter EGCG, EGC und EC. Ein Teil dieser Stoffe gelangt in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien abgebaut. Dabei entstehen weitere Verbindungen, deren Wirkung auf den Menschen noch untersucht wird.
Forschung deutet darauf hin, dass Grüntee-Polyphenole mit Veränderungen der Darmmikrobiota zusammenhängen können. Ergebnisse aus Labor- und Tierstudien lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf Menschen übertragen. Auch Humanstudien sind begrenzt; daraus lässt sich keine verlässliche Aussage ableiten, dass grüner Tee die Darmflora gezielt verbessert oder Erkrankungen verhindert.
Was kann grüner Tee für die Verdauung bedeuten?
Grüner Tee liefert Flüssigkeit und kann für viele Menschen ein gut verträgliches Getränk sein. Koffein kann bei manchen die Darmbewegung anregen, bei anderen jedoch Unruhe im Bauch, Sodbrennen oder weicheren Stuhl begünstigen. Die Wirkung ist individuell. Grüner Tee ist deshalb weder eine verlässliche Behandlung bei Verstopfung noch bei Durchfall.