Lösliche oder unlösliche Ballaststoffe: Was ist besser bei Durchfall?
Bei lockerem oder wässrigem Stuhl sind lösliche, gelbildende Ballaststoffe oft die passendere Wahl. Unlösliche Ballaststoffe sind nicht grundsätzlich ungeeignet, können aber in einer akuten Phase bei manchen Menschen Stuhlfrequenz oder Beschwerden erhöhen.
Lösliche Ballaststoffe
Lösliche Ballaststoffe kommen unter anderem in Hafer, reifen Bananen und Äpfeln vor. Pektin in Obst und Beta-Glucan in Hafer sind Beispiele. Flohsamenschalen bilden ebenfalls ein Gel und können die Stuhlkonsistenz beeinflussen.
Wenn Sie Flohsamenschalen verwenden, beachten Sie die Packungsangaben und nehmen Sie sie mit ausreichend Flüssigkeit ein. Sie sind nicht für jede Person geeignet. Bei anhaltendem Durchfall, Vorerkrankungen oder Unsicherheit sollten Sie die Anwendung mit einer medizinischen Fachperson besprechen.
Unlösliche Ballaststoffe
Weizenkleie, Vollkornprodukte, Obst- und Gemüseschalen sowie viele Nüsse und Samen enthalten überwiegend unlösliche Ballaststoffe. Sie können bei Verstopfung helfen, sind aber während eines akuten Durchfalls nicht immer gut verträglich. Weizenkleie ist daher kein verlässliches Mittel gegen Durchfall. Eine pauschale Vermeidung ist nicht nötig; entscheidend ist, wie Sie die Lebensmittel vertragen.
Wird der Stuhl durch Ballaststoffe fester?
Lösliche Ballaststoffe können Wasser binden und dadurch den Stuhl fester machen. Das gilt nicht für jede Ballaststoffart und nicht bei jeder Ursache von Durchfall. Unlösliche Ballaststoffe erhöhen eher das Stuhlvolumen.