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Myositis-Symptome erkennen: Anzeichen, Blutwerte und Behandlung

Myositis-Symptome zeigen sich häufig durch eine zunehmende, beidseitige Muskelschwäche an Hüften und Schultern. Auch Muskelschmerzen, Müdigkeit, Hautveränderungen oder Schluckbeschwerden können auftreten. Dieser Artikel erklärt, welche Blutwerte wie CK und Aldolase untersucht werden, wie die Diagnose gestellt wird, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann eine ärztliche Abklärung besonders wichtig ist.
What are the symptoms of intestinal inflammation

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Myositis-Symptome bestehen häufig in einer langsam zunehmenden Muskelschwäche, vor allem an Hüften, Oberschenkeln, Schultern und Oberarmen. Typische Alltagssituationen sind Schwierigkeiten beim Treppensteigen, Aufstehen von einem Stuhl oder Heben der Arme. Je nach Unterform können außerdem Muskelschmerzen, Hautveränderungen, Müdigkeit oder Schluckbeschwerden auftreten. Eine anhaltende oder zunehmende Schwäche sollte ärztlich abgeklärt werden, da verschiedene Erkrankungen ähnliche Beschwerden verursachen können.

Was ist Myositis?

Myositis ist ein Sammelbegriff für seltene entzündliche Muskelerkrankungen. Bei einigen Formen spielt eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems eine wichtige Rolle. Es gibt jedoch unterschiedliche Ursachen und Unterformen, sodass die Beschwerden, Laborwerte und der Verlauf nicht bei allen Betroffenen gleich sind. Eine Diagnose lässt sich nicht allein anhand einzelner Symptome oder eines Blutwerts stellen.


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Welche Symptome sind typisch?

  • Beidseitige Muskelschwäche: Häufig sind zunächst die stammnahen Muskeln betroffen, also die Muskulatur von Hüften, Oberschenkeln, Schultern und Oberarmen.
  • Probleme im Alltag: Das Aufstehen aus einem tiefen Stuhl, Treppensteigen, Gehen über längere Strecken oder das Heben der Arme kann zunehmend schwerfallen.
  • Muskelschmerzen: Manche Menschen berichten über ziehende oder drückende Schmerzen. Bei anderen steht die Schwäche ohne deutliche Schmerzen im Vordergrund.
  • Muskelabbau: Bei längerem Verlauf kann die Muskulatur sichtbar abnehmen, insbesondere wenn Bewegung wegen der Beschwerden vermieden wird.
  • Schluck- oder Sprechbeschwerden: Wenn die Rachen- und Schluckmuskulatur beteiligt ist, können sich Verschlucken, Husten beim Trinken oder eine veränderte Stimme entwickeln.
  • Hautveränderungen: Bei einer Dermatomyositis können beispielsweise rötlich-violette Veränderungen an den Augenlidern oder an den Fingerknöcheln auftreten. Auch andere Hautstellen können betroffen sein.
  • Allgemeine Beschwerden: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fiebergefühl oder ungewollter Gewichtsverlust sind möglich, aber nicht spezifisch für Myositis.

Die Schwäche entwickelt sich oft über Wochen oder Monate. Ein plötzlich einsetzender Kraftverlust, schwere Atemnot oder ausgeprägte Schluckprobleme sind dagegen Warnzeichen und erfordern eine sofortige medizinische Einschätzung.

Wie macht sich Myositis bemerkbar?

Besonders auffällig ist eine proximale Muskelschwäche, also eine Schwäche nahe am Körperstamm. Betroffene merken beispielsweise, dass sie nicht mehr problemlos aus der Hocke aufstehen, die Haare waschen oder Einkaufstaschen tragen können. Eine solche Schwäche ist nicht automatisch ein Hinweis auf Myositis. Auch neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenstörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder andere Muskelkrankheiten kommen infrage.


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Welche Blutwerte sind bei Myositis erhöht?

Zur Abklärung können verschiedene Laboruntersuchungen eingesetzt werden. Die Ergebnisse müssen immer gemeinsam mit Beschwerden, Untersuchung und gegebenenfalls Bildgebung beurteilt werden.

  • Kreatinkinase, kurz CK: Dieser CK-Wert kann bei einer Muskelschädigung erhöht sein. Die Höhe hängt unter anderem von der Krankheitsaktivität, der Unterform und körperlicher Belastung ab.
  • Aldolase: Dieser Muskelwert kann ebenfalls ansteigen und zusätzliche Hinweise liefern.
  • Myoglobin: Der Wert kann bei stärkerer Muskelschädigung erhöht sein, ist jedoch nicht spezifisch für Myositis.
  • Entzündungswerte: Blutwerte wie CRP oder Blutsenkung können verändert sein, müssen aber nicht auffällig sein.
  • Autoantikörper: Antikörper wie Anti-Jo-1 oder andere myositis-spezifische Antikörper können bei bestimmten Unterformen vorkommen. Ein Nachweis kann die Einordnung unterstützen, beweist die Erkrankung allein jedoch nicht.

Ein normaler CK-Wert schließt Myositis nicht sicher aus. Dies gilt insbesondere für bestimmte Formen wie die Einschlusskörpermyositis, bei der der CK-Wert nur leicht erhöht oder gelegentlich unauffällig sein kann. Umgekehrt kann eine erhöhte CK auch durch intensive körperliche Belastung, Verletzungen oder andere Erkrankungen entstehen.

Wie wird Myositis diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch eine Fachärztin oder einen Facharzt, meist aus den Bereichen Neurologie oder Rheumatologie. Typische Bestandteile der Untersuchung sind:

  1. eine ausführliche Erhebung der Beschwerden, ihres zeitlichen Verlaufs und möglicher Medikamenten- oder Infektionsauslöser;
  2. eine körperliche Untersuchung von Kraft, Reflexen, Haut und Schluckfunktion;
  3. Blutuntersuchungen einschließlich Muskelenzymen, Entzündungswerten und gegebenenfalls Autoantikörpern;
  4. bei Bedarf ein Muskel-MRT oder eine Elektromyografie;
  5. in ausgewählten Fällen eine Muskelbiopsie, um die Unterform besser einzuordnen.

Die Untersuchungen werden individuell ausgewählt. Nicht jede betroffene Person benötigt alle Verfahren.

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Was kann Myositis auslösen?

Die Ursachen unterscheiden sich je nach Unterform und sind nicht immer eindeutig feststellbar. Eine Rolle können genetische Faktoren, bestimmte Infektionen oder Arzneimittel spielen. Einige Medikamente können zudem andere Formen von Muskelschäden verursachen, die von einer immunvermittelten Myositis unterschieden werden müssen. Bei einer Dermatomyositis kann je nach Alter, Geschlecht, Unterform und persönlichem Risiko eine ärztliche Abklärung auf begleitende Erkrankungen sinnvoll sein. Welche Untersuchungen angemessen sind, sollte das behandelnde Team entscheiden.

Wie behandelt man eine Myositis?

Die Behandlung von Myositis richtet sich nach der genauen Unterform, der Krankheitsaktivität, betroffenen Organen und weiteren gesundheitlichen Faktoren. Ärztlich verordnet werden je nach Situation entzündungshemmende oder das Immunsystem beeinflussende Medikamente, beispielsweise Kortikosteroide, Immunsuppressiva oder bestimmte Biologika. Eine solche Therapie muss individuell geplant und regelmäßig kontrolliert werden.

Ergänzend können Physiotherapie und ein angepasstes Bewegungskonzept helfen, Beweglichkeit und Alltagsfunktionen zu erhalten. Bei Schluckbeschwerden kann eine logopädische Untersuchung sinnvoll sein. Bei Problemen mit der Atmung oder dem Schlucken sind manchmal weitere fachärztliche Untersuchungen erforderlich. Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt oder verändert werden. Bei einem möglichen Zusammenhang mit einem Arzneimittel muss die weitere Vorgehensweise mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Kann man Myositis heilen?

Ob Myositis vollständig ausheilt, hängt von der Unterform und dem individuellen Verlauf ab. Bei vielen entzündlichen Myositiden lässt sich die Krankheitsaktivität mit einer passenden Behandlung deutlich verringern oder in eine Remission bringen. Beschwerden können sich bessern, manchmal bleiben jedoch Einschränkungen zurück. Die Einschlusskörpermyositis verläuft häufig langsamer und spricht auf immunsuppressive Therapien oft weniger gut an. Regelmäßige Kontrollen helfen, Aktivität, Muskelkraft und mögliche Nebenwirkungen der Behandlung zu überwachen.


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Kann Myositis wiederkommen?

Ja, bei einigen Formen kann die Erkrankung nach einer Besserung erneut aktiv werden. Deshalb sind Verlaufskontrollen und die vereinbarte Behandlung wichtig. Neue oder zunehmende Muskelschwäche, Hautveränderungen, Fieber, Atemprobleme oder Schluckbeschwerden sollten zeitnah mit dem Behandlungsteam besprochen werden.

Welche Myositis-Unterformen gibt es?

  • Polymyositis: Der Begriff wird heute zurückhaltend verwendet und beschreibt nicht jede Form einer entzündlichen Muskelerkrankung. Typisch ist eine vorwiegend symmetrische Schwäche der rumpfnahen Muskulatur ohne charakteristischen Hautausschlag.
  • Dermatomyositis: Neben Muskelschwäche können typische Hautveränderungen auftreten. Es gibt Formen mit und ohne ausgeprägte Muskelbeteiligung.
  • Einschlusskörpermyositis: Sie tritt häufig im höheren Erwachsenenalter auf, entwickelt sich meist langsam und kann zusätzlich Fingerbeuger oder die vordere Oberschenkelmuskulatur betreffen.
  • Weitere immunvermittelte Myositiden: Dazu gehören unter anderem nekrotisierende oder durch bestimmte Antikörper gekennzeichnete Formen. Ihre Behandlung und Prognose können sich unterscheiden.

Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?

Vereinbaren Sie einen ärztlichen Termin, wenn eine Muskelschwäche über mehrere Tage oder Wochen anhält, zunimmt oder den Alltag beeinträchtigt. Eine zeitnahe Abklärung ist besonders wichtig bei beidseitiger Schwäche, auffälligen Hautveränderungen, unerklärlich erhöhtem CK-Wert oder neu auftretenden Schluckbeschwerden.

Sofortige Hilfe ist nötig bei schwerer Atemnot, rasch zunehmender Schwäche, wiederholtem Verschlucken oder wenn Flüssigkeit und Nahrung nicht sicher geschluckt werden können. Bei akuten schweren Beschwerden wenden Sie sich an den Notruf oder eine Notfallambulanz.

Häufige Fragen zu Myositis

Wie macht sich Myositis bemerkbar?

Häufig beginnt Myositis mit einer zunehmenden, meist beidseitigen Schwäche an Hüften, Oberschenkeln, Schultern oder Oberarmen. Schwierigkeiten beim Treppensteigen, Aufstehen oder Heben der Arme sind typische Beispiele. Schmerzen, Hautausschlag, Müdigkeit und Schluckbeschwerden können hinzukommen.

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Welche Blutwerte sind bei Myositis erhöht?

Häufig können CK und Aldolase erhöht sein. Je nach Unterform kommen veränderte Entzündungswerte oder bestimmte Autoantikörper hinzu. Die Befunde sind nicht immer eindeutig; auch ein normaler CK-Wert schließt Myositis nicht vollständig aus.

Wie behandelt man eine Myositis?

Die Behandlung hängt von der Unterform und dem individuellen Befund ab. Ärztlich verordnete entzündungshemmende oder immunmodulierende Medikamente können mit Physiotherapie und weiteren Maßnahmen kombiniert werden. Eine eigenständige Änderung der Medikation ist nicht sicher.

Kann man Myositis heilen?

Eine dauerhafte vollständige Heilung ist nicht bei jeder Unterform möglich. Bei vielen entzündlichen Formen kann die Krankheitsaktivität jedoch deutlich zurückgehen oder eine Remission erreicht werden. Verlauf und Erfolg der Behandlung unterscheiden sich von Person zu Person.

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung oder individuelle Beratung. Bei anhaltenden, zunehmenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich an eine qualifizierte medizinische Fachperson.

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