Imaging for IBD: A Critical Diagnostic Tool for Accurate Assessment


Author: InnerBuddies

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Bildgebung bei CED: Ein unverzichtbares diagnostisches Werkzeug

Bei der Abklärung einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) ist eine präzise Diagnose von größter Bedeutung. Während Labortests und klinische Untersuchungen essenziell sind, bietet die Bildgebung bei CED ein nicht-invasives Fenster in den Magen-Darm-Trakt, das es Ärzten ermöglicht, Entzündungen, strukturelle Schäden und die Ausdehnung der Erkrankung zu beurteilen. Diese fortschrittlichen Techniken sind oft unverzichtbar, um zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu unterscheiden und den Behandlungserfolg zu überwachen.

Wichtige Bildgebungsverfahren bei CED

Mehrere leistungsstarke Bildgebungsmethoden helfen, den Darm und das umliegende Gewebe sichtbar zu machen. Die Wahl hängt vom betroffenen Bereich und den spezifischen Fragestellungen ab.

  • Ileokoloskopie: Der Goldstandard zur Visualisierung von Schleimhautentzündungen und zur Gewinnung von Gewebeproben.
  • Schnittbildgebung: Dazu gehören CT- und MRT-Untersuchungen, die detaillierte Bilder des gesamten Verdauungstrakts liefern und helfen, Komplikationen wie Abszesse oder Wandverdickungen zu erkennen.
  • Kontrastmitteluntersuchungen (Barium): In einigen Fällen kann eine kontrastverstärkte Radiografie die Konturen und die Durchgängigkeit des Darms darstellen.

Eine zeitnahe und präzise Bildgebung bestätigt nicht nur die Diagnose, sondern beeinflusst direkt den Therapieverlauf. Schweregrad, Verteilung und Entzündungstiefe der Erkrankung sind erkennbar und leiten die Wahl der medizinischen Behandlung.

Während die Bildgebung das gesamte strukturelle Bild der Erkrankung hervorhebt, ist die langfristige Überwachung der Darmgesundheit entscheidend, um die Ursachen der Entzündung zu verstehen. Die Korrelation des klinischen Bildes mit einer detaillierten Analyse Ihres mikrobiellen Gleichgewichts kann ein ganzheitlicheres Verständnis Ihrer Erkrankung ermöglichen. Ein Darmflora-Test kann bakterielle Ungleichgewichte aufdecken, die den Entzündungsprozess antreiben könnten. Die Kombination dieser Erkenntnisse mit Ihren Bildgebungsergebnissen ermöglicht es Ihrem medizinischen Team, Ihre CED-Strategie langfristig zu optimieren. Für ein kontinuierliches, proaktives Management bietet ein Darmflora-Test-Abo eine longitudinale Sicht auf Ihre Verdauungsgesundheit, die eine einmalige Bildgebung oder Testung nicht bieten kann.

Warum eine frühzeitige Bildgebung entscheidend ist

Eine frühe und genaue Diagnose ist ein zentraler Prädiktor für das CED-Management. Durch die Beschleunigung des Diagnoseprozesses kann die Bildgebung bei CED eine frühere Intervention ermöglichen. Dieser proaktive Ansatz kann potenziell Komplikationen verhindern, den Schweregrad der Erkrankung kontrollieren und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Die aus der Bildgebung gewonnenen Daten fließen zudem in leistungsstarke Datenbanken ein, die die zukünftige Forschung und Behandlungsprotokolle vorantreiben, und bieten neue Einstiegspunkte für Fachumgebungen, die ihre klinische Diagnostik durch eine B2B-Darmmikrobiom-Plattform erweitern und diese Informationen anreichern möchten.

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Das Leben mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) bedeutet häufig einen frustrierenden Kreislauf aus Beschwerden und scheinbar unauffälligen Untersuchungen. Blähungen, Bauchschmerzen und belastende Verdauungsprobleme können bestehen, obwohl Blutwerte und herkömmliche endoskopische Untersuchungen normal erscheinen. Die Bildgebung bei CED ermöglicht Gastroenterologinnen und Gastroenterologen heute, über die Oberfläche hinauszusehen und strukturelle Veränderungen zu erkennen, die hinter den Beschwerden stehen können. In Kombination mit einer sorgfältigen Analyse des Darmmikrobioms entsteht ein umfassenderes Bild davon, woher die Entzündung kommen kann und warum sie möglicherweise anhält.

Was genau ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung?

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen umfassen vor allem Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Es handelt sich nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um eine Gruppe chronischer Krankheiten, die durch eine anhaltende Entzündung im Verdauungstrakt gekennzeichnet sind. Dabei reagiert das Immunsystem fehlgeleitet auf Strukturen im Magen-Darm-Trakt. Die Folge können Gewebeschäden, Schwellungen und Auswirkungen auf den gesamten Körper sein. Auch Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Gelenkbeschwerden können zum Krankheitsbild gehören.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Beide Erkrankungen beruhen auf entzündlichen Prozessen, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausbreitung. Bei Colitis ulcerosa betrifft die Entzündung meist kontinuierlich die innerste Schleimhaut des Dickdarms. Morbus Crohn kann dagegen jeden Abschnitt des Verdauungstrakts befallen, häufig den Dünndarm. Typisch sind unregelmäßige, sogenannte übersprungene Entzündungsbereiche, die mehrere Schichten der Darmwand durchdringen können. Deshalb ist eine empfindliche und umfassende Diagnostik besonders wichtig.

Die Grenzen der herkömmlichen Endoskopie

Endoskopie und Koloskopie ermöglichen die direkte Betrachtung der Schleimhaut. Sie sind besonders bei Colitis ulcerosa sehr hilfreich, haben jedoch wichtige Grenzen. Eine Endoskopie zeigt vor allem die Oberfläche und kann die tieferen Schichten der Darmwand nicht vollständig beurteilen. Außerdem erreicht eine Koloskopie nicht den gesamten Dünndarm – genau den Bereich, in dem sich Morbus Crohn häufig verbirgt.

Warum ein tieferer Einblick notwendig ist

Endoskopische Untersuchungen können strukturelle Veränderungen wie Verengungen durch Strikturen, Fisteln, Abszesse oder eine Verdickung der Darmwand übersehen. Diese Veränderungen können die Ursache anhaltender Beschwerden sein, selbst wenn die Schleimhaut relativ unauffällig wirkt. Die Kombination aus Endoskopie, Laborwerten und moderner Bildgebung liefert deshalb häufig ein vollständigeres Bild.

Bildgebung bei CED: ein klareres Bild der Erkrankung

Moderne bildgebende Verfahren machen Entzündungen und strukturelle Schäden sichtbar, die mit einer herkömmlichen Untersuchung möglicherweise nicht erkannt werden. Sie helfen dabei, die Ausdehnung und Aktivität der Erkrankung einzuschätzen und die Behandlung individueller zu planen.

MRT-Enterografie: eine strahlungsfreie Methode

Die MRT-Enterografie (MRE) bietet detaillierte Aufnahmen der gesamten Darmwand und des umliegenden Gewebes – ohne ionisierende Strahlung. Sie eignet sich besonders zur Untersuchung des Dünndarms und kann unter anderem Wandverdickungen, aktive Entzündungen, Fisteln, Abszesse und Engstellen zeigen. Bei Verdacht auf einen Dünndarmbefall durch Morbus Crohn ist sie daher häufig besonders wertvoll. Welche Untersuchung geeignet ist, hängt jedoch von den individuellen Beschwerden und der klinischen Situation ab.

CT-Enterografie und Darmultraschall

Die CT-Enterografie kann eine schnelle Alternative sein, etwa in einer Notfallsituation, wenn ein akuter Darmverschluss oder eine Perforation ausgeschlossen werden muss. Sie arbeitet jedoch mit Röntgenstrahlung und wird deshalb nicht immer für wiederholte Kontrollen bevorzugt. Der Darmultraschall ermöglicht eine Untersuchung direkt in der Praxis und ohne Strahlung. Er kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten zur Verlaufskontrolle von Entzündungen und Strikturen eingesetzt werden.

Mehr als das Reizdarm-Label: IBS und CED unterscheiden

Reizdarmsyndrom und CED können ähnliche Beschwerden verursachen, sind jedoch nicht dasselbe. Beim Reizdarmsyndrom treten Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und Bauchbeschwerden auf, ohne dass eine anhaltende Entzündung oder sichtbare Gewebeschädigung vorliegen muss. Bei einer CED kann die Entzündung dagegen zu Geschwüren, Vernarbungen, Strikturen und einer dauerhaft veränderten Darmfunktion führen. Bildgebung und geeignete Laboruntersuchungen können dabei helfen, zwischen diesen Krankheitsbildern zu unterscheiden.

Warum eine verzögerte Diagnose problematisch sein kann

Wenn eine aktive Entzündung lange unentdeckt bleibt, kann sie zu Vernarbungen und einer fortschreitenden Verengung des Darms führen. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und eine geeignete Therapie einzuleiten. Ernährung kann Teil eines individuellen Behandlungskonzepts sein, sollte bei CED jedoch mit dem ärztlichen Behandlungsteam abgestimmt werden und keine notwendige Therapie ersetzen.

Die Rolle des Darmmikrobioms verstehen

Die Bildgebung bei CED zeigt, wo sich Entzündungen und strukturelle Veränderungen befinden. Sie erklärt jedoch nicht vollständig, welche funktionellen Prozesse im Darm daran beteiligt sein könnten. Hier kommt das Darmmikrobiom ins Spiel. Dieses komplexe Ökosystem aus Bakterien, Pilzen und Viren beeinflusst unter anderem die Verdauung, die Darmbarriere und die Kommunikation mit dem Immunsystem.

Wie eine Dysbiose entsteht

Wird das Gleichgewicht der mikrobiellen Gemeinschaft gestört, spricht man von einer Dysbiose. Eine Dysbiose ist auf bildgebenden Untersuchungen nicht sichtbar, kann aber mit Veränderungen der Stoffwechselprodukte und der Immunreaktion im Darm verbunden sein. Bestimmte mikrobielle Muster werden bei Menschen mit CED häufiger beobachtet. Sie sind jedoch nicht allein beweisend für eine Erkrankung.

Eine geringere mikrobielle Vielfalt

Bei CED wird häufig eine verringerte mikrobielle Vielfalt beschrieben. Ein vielfältiges Mikrobiom kann zur Stabilität des Darmökosystems beitragen und die Vermehrung einzelner ungünstiger Mikroorganismen erschweren. Die mikrobielle Vielfalt ist jedoch von vielen Faktoren abhängig, darunter Ernährung, Medikamente, Alter und Lebensstil. Ein einzelner Messwert sollte daher immer im Zusammenhang mit der gesamten Krankengeschichte betrachtet werden.

Welche Rolle Butyrat spielt

Spezialisierte Bakterien wie Faecalibacterium prausnitzii bilden kurzkettige Fettsäuren, darunter Butyrat. Butyrat dient den Zellen der Dickdarmschleimhaut als Energiequelle und unterstützt die Darmbarriere. Bei einer Dysbiose können sich solche Stoffwechselprozesse verändern. Das kann die Barrierefunktion beeinflussen und entzündliche Reaktionen begünstigen. Begriffe wie „Leaky Gut“ sollten jedoch nicht als eigenständige Diagnose verstanden werden.

Der Kreislauf zwischen Mikrobiom und Entzündung

Entzündung und mikrobielle Zusammensetzung können sich gegenseitig beeinflussen. Ein entzündetes Darmmilieu kann für bestimmte nützliche Mikroorganismen ungünstig sein. Veränderungen im Mikrobiom können wiederum mit einer verstärkten Immunaktivität verbunden sein. Die Bildgebung liefert dabei die strukturelle Karte, während Mikrobiomdaten zusätzliche Hinweise auf die funktionelle Umgebung geben können. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Diagnose oder Therapieentscheidung.

Warum Symptome allein nicht ausreichen

Beschwerden zeigen, wie sich eine Erkrankung für die betroffene Person anfühlt, geben aber nicht immer Auskunft über die tatsächliche Entzündungsaktivität. Eine starke Symptomatik kann auch ohne sichtbare Entzündung auftreten. Umgekehrt können manche Menschen trotz geringer Beschwerden eine aktive Entzündung haben. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen mit geeigneten Labor-, endoskopischen und bildgebenden Verfahren wichtig.

Die stille Entzündung

Auch in einer beschwerdearmen Phase kann eine Entzündung fortbestehen. Wird sie nicht erkannt, kann das langfristig das Risiko für Komplikationen erhöhen. Bei Colitis ulcerosa ist abhängig von Dauer, Ausdehnung und Aktivität der Erkrankung auch die Darmkrebsvorsorge besonders wichtig. Welche Kontrollen erforderlich sind, sollte individuell mit der behandelnden Praxis besprochen werden.

Erkrankungen, die CED imitieren können

Zöliakie, mikroskopische Kolitis, Infektionen, Gallensäureverlustsyndrom oder eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO) können ähnliche Beschwerden verursachen. Da sich Symptome überschneiden, ist eine umfassende Abklärung erforderlich, bevor eine Diagnose gestellt oder eine langfristige Diät begonnen wird.

Wie ein Darmmikrobiomtest zusätzliche Hinweise liefern kann

Ein Darmmikrobiomtest kann funktionelle Informationen über die Zusammensetzung der Darmflora liefern. Während die Bildgebung den Ort und die Struktur möglicher Veränderungen zeigt, geben Mikrobiomtests Hinweise darauf, welche Mikroorganismen vorhanden sind und welche Stoffwechselmuster möglicherweise eine Rolle spielen. Solche Ergebnisse sind ergänzende Informationen und keine Diagnose von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Für Menschen mit anhaltenden Beschwerden oder einer bereits diagnostizierten CED kann die Analyse als Ausgangspunkt dienen, um Ernährung und Lebensstil gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal zu besprechen. Wer Veränderungen über längere Zeit beobachten möchte, kann eine Mikrobiomtest-Mitgliedschaft zur Verlaufskontrolle in Betracht ziehen. Wiederholte Tests sollten sinnvoll geplant und nicht als Ersatz für etablierte Kontrolluntersuchungen verstanden werden.

Biomarker und praktische Bedeutung

Mikrobiomdaten können eine zusätzliche Perspektive auf die Darmgesundheit eröffnen. Wichtig ist, sie zusammen mit etablierten Markern wie Blutwerten, CRP, Stuhl-Calprotectin, Endoskopie und Bildgebung zu betrachten. Ein Test kann unter Umständen besonders interessant sein für Menschen mit anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden trotz unauffälliger Koloskopie, mit familiärer Belastung oder mit dem Wunsch nach einer individuelleren Ernährungsberatung.

Mögliche Anwendungsbereiche

  • Ungleichgewichte erkennen: Veränderungen in Vielfalt und Zusammensetzung können als zusätzliche Gesprächsgrundlage dienen.
  • Ein persönliches Profil erstellen: Die Ergebnisse können dabei helfen, gemeinsam mit einer Fachperson realistische Ernährungs- und Lebensstilmaßnahmen zu planen.
  • Veränderungen beobachten: Wiederholte Messungen können Entwicklungen im zeitlichen Verlauf dokumentieren, sollten aber medizinisch sinnvoll interpretiert werden.

Ergebnisse richtig einordnen: KI und menschliche Expertise

Ein Mikrobiombericht enthält häufig Informationen zur Vielfalt, zur Zusammensetzung der Bakterien und zu ausgewählten Stoffwechselwegen. Bestimmte Bakteriengruppen, darunter einige Proteobakterien, können bei entzündlichen Zuständen vermehrt vorkommen. Ebenso können butyratbildende Bakterien von Interesse sein. Diese Muster sind jedoch nicht eindeutig und sollten nicht isoliert als „gute“ oder „schlechte“ Bakterien bewertet werden.

Ein hilfreiches Bild lautet: Die Bildgebung ist die Landkarte, das Mikrobiom liefert Hinweise auf die Umgebung. Zusammen können beide Informationsquellen die ärztliche Beurteilung ergänzen. Ein Befund muss dennoch im Kontext von Symptomen, Medikamenten, Ernährung, Laborwerten und der individuellen Vorgeschichte interpretiert werden.

Wer sollte weitere Schritte nach der Bildgebung erwägen?

Eine zusätzliche Mikrobiomanalyse kann für Menschen mit chronischen Verdauungsbeschwerden oder entzündlichen Erkrankungen interessant sein. Besonders wichtig ist ein ärztliches Gespräch bei:

  • anhaltenden Beschwerden trotz unauffälliger Endoskopie oder Standarduntersuchungen,
  • einer neu diagnostizierten CED und dem Wunsch nach einer umfassenden Betreuung,
  • einer familiären Belastung durch Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa,
  • dem Wunsch, Veränderungen im Rahmen eines ärztlich begleiteten Behandlungskonzepts zu verfolgen.

Ein Mikrobiomtest ist kein Ersatz für eine medizinische Untersuchung und keine schnelle Lösung für komplexe Beschwerden. Er kann jedoch zusätzliche Informationen liefern, die gemeinsam mit einer Fachperson besprochen werden sollten.

Fragen für Ihre Gastroenterologin oder Ihren Gastroenterologen

Fragen Sie, ob bei Ihren Beschwerden eine MRT-Enterografie, CT-Enterografie oder ein Darmultraschall sinnvoll ist. Besprechen Sie auch, ob nach Strikturen, Fisteln oder Abszessen gesucht werden sollte und wie die Entzündungsaktivität kontrolliert wird. Wenn Sie einen Mikrobiomtest erwägen, fragen Sie, wie die Ergebnisse in Ihre bestehende Diagnostik und Behandlung eingeordnet werden können.

So lesen Sie einen Befund zur Bildgebung

In einem Befund können Begriffe wie „Darmwandverdickung“ oder „Kontrastmittelanreicherung“ vorkommen. Sie können auf eine Entzündung hinweisen, sind aber nicht immer allein beweisend. Auch Hinweise auf Strikturen, Fisteln, Abszesse oder eine Erweiterung des Darms sollten mit der behandelnden Fachperson besprochen werden. Entscheidend ist nicht nur ein einzelner Begriff, sondern das Gesamtbild aus Befund, Beschwerden und weiteren Untersuchungen.

Mikrobiomergebnisse sind keine eindeutige Diagnose

Die Interpretation von Mikrobiomdaten erfordert Vorsicht. Die Zusammensetzung der Darmflora kann sich durch Ernährung, Antibiotika, andere Medikamente, Infektionen und zahlreiche weitere Faktoren verändern. Aktuelle Mikrobiomtests können keine CED sicher diagnostizieren und nicht zuverlässig vorhersagen, welche Therapie bei einer einzelnen Person wirkt.

Auch Eliminationsdiäten wie eine Low-FODMAP-Ernährung sollten nicht ohne fachliche Begleitung über längere Zeit durchgeführt werden. Eine individuelle Beratung kann helfen, unnötige Einschränkungen und Nährstoffmängel zu vermeiden. Wiederholte Messungen liefern möglicherweise Hinweise auf Trends, doch die klinische Bedeutung sollte immer gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal beurteilt werden.

Häufig gestellte Fragen

Zeigt ein MRT bei Morbus Crohn Entzündungen besser als eine Koloskopie?

MRT und Koloskopie zeigen unterschiedliche Aspekte. Die Koloskopie beurteilt die Schleimhaut und ermöglicht Gewebeproben. Die MRT-Enterografie zeigt dagegen auch die gesamte Darmwand, den Dünndarm und das umliegende Gewebe. Sie kann deshalb zusätzliche Informationen über Fisteln, Strikturen oder tiefere Entzündungen liefern.

Was ist ein Darmultraschall?

Der Darmultraschall ist eine Untersuchung ohne ionisierende Strahlung. Er kann die Darmwand und bestimmte entzündliche Veränderungen in Echtzeit darstellen und sich für Verlaufskontrollen eignen. Die Aussagekraft hängt unter anderem von der Erfahrung der untersuchenden Person und den körperlichen Voraussetzungen ab.

Welcher Test untersucht das Darmmikrobiom?

Ein Darmmikrobiomtest untersucht meist eine Stuhlprobe und liefert Informationen über die Zusammensetzung und Vielfalt der Mikroorganismen. Die Ergebnisse können Hinweise auf das mikrobielle Umfeld geben, sind aber nicht gleichbedeutend mit einer medizinischen Diagnose.

Was ist der Unterschied zwischen SIBO und CED?

SIBO bezeichnet eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms und kann Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall verursachen. CED ist eine immunvermittelte chronische Entzündung des Verdauungstrakts. Beide Erkrankungen können ähnliche Symptome haben und müssen diagnostisch voneinander unterschieden werden.

Kann ein Mikrobiomtest Morbus Crohn diagnostizieren?

Nein. Ein Mikrobiomtest kann Morbus Crohn nicht diagnostizieren. Die Diagnose basiert auf der Krankengeschichte, körperlichen Untersuchung, Laborwerten, Endoskopie mit Biopsien und gegebenenfalls bildgebenden Verfahren.

Welche Untersuchung zeigt die Funktion des Darms?

Keine einzelne Untersuchung bildet alle Funktionen des Darms vollständig ab. Je nach Fragestellung können Atemtests, Blutuntersuchungen, Stuhlmarker, Endoskopie, Bildgebung und Funktionsdiagnostik kombiniert werden.

Was sollte ich zur Bildgebung bei CED fragen?

Fragen Sie, ob eine MRT-Enterografie zur Untersuchung des Dünndarms und möglicher Strikturen geeignet ist und ob ein Darmultraschall eine strahlungsfreie Verlaufskontrolle ermöglichen kann. Ihre individuelle Krankengeschichte entscheidet über die passende Methode.

Was bedeuten Diversitätswerte?

Ein höherer Diversitätswert wird häufig mit einem vielfältigeren Mikrobiom in Verbindung gebracht. Er ist jedoch kein alleiniger Beweis für eine gesunde Darmfunktion. Der Wert muss im Zusammenhang mit anderen Ergebnissen und Ihrer persönlichen Situation interpretiert werden.

Kann ein Mikrobiomtest bei der Ernährungsplanung helfen?

Die Ergebnisse können zusätzliche Gesprächsimpulse für eine individuelle Ernährung geben. Sie sollten jedoch nicht als alleinige Grundlage für eine restriktive Diät dienen. Bei CED sollte die Ernährungsplanung möglichst mit einer ärztlichen oder qualifizierten ernährungstherapeutischen Fachperson erfolgen.

Ist ein personalisierter Ansatz wie Low FODMAP sinnvoll?

Eine Low-FODMAP-Ernährung kann bei manchen Menschen mit funktionellen Beschwerden helfen. Bei CED ist sie jedoch nicht für jede Person geeignet und behandelt die zugrunde liegende Entzündung nicht. Eine zeitlich begrenzte, fachlich begleitete Umsetzung ist meist sinnvoller als langfristige, ungezielte Einschränkungen.

Fazit: Den Darm ganzheitlich betrachten

Für ein umfassendes Verständnis von CED reicht ein einzelner Blickwinkel meist nicht aus. Die Bildgebung bei CED zeigt strukturelle Veränderungen und die Ausbreitung der Entzündung. Mikrobiomdaten können ergänzende Hinweise auf das funktionelle Umfeld geben. Gemeinsam mit Symptomen, Laborwerten, Endoskopie und ärztlicher Expertise entsteht eine fundiertere Grundlage für die Betreuung. Sprechen Sie mit Ihrer Gastroenterologin oder Ihrem Gastroenterologen, bevor Sie neue Tests, Nahrungsergänzungsmittel oder Ernährungseinschränkungen beginnen.

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