Aktualisiert:

Mikrobiom einfach erklärt: stärken mit Ernährung und Alltag

Das Mikrobiom ist die Gemeinschaft von Mikroorganismen in und auf unserem Körper, insbesondere im Darm. Dieser Artikel erklärt verständlich seine möglichen Aufgaben, den Unterschied zwischen Mikrobiom und Mikrobiota sowie den Einfluss von Ernährung und Lebensstil. Sie erfahren, welche ballaststoffreichen und fermentierten Lebensmittel das Darmmikrobiom unterstützen können, was es aus dem Gleichgewicht bringen kann und was die Forschung zu Neurodermitis und besonderen Belastungen aussagt.
Military Microbiomes: How Gut Microbiome Technology Is Shaping the Future of Defense Health

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Mikrobiom einfach erklärt: Das Mikrobiom ist die Gemeinschaft von Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilzen, die in und auf unserem Körper leben. Besonders vielfältig ist diese Gemeinschaft im Darm. Sie bildet ein komplexes Ökosystem, das unter anderem an der Verdauung beteiligt ist und mit dem Immunsystem sowie der Darm-Hirn-Achse in Verbindung steht.

Sie können Ihr Darmmikrobiom im Alltag vor allem durch eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und einen bewussten Umgang mit Antibiotika unterstützen. Diese Maßnahmen ersetzen keine medizinische Behandlung, können aber zu einer darmfreundlichen Lebensweise beitragen.


Entdecken Sie den Mikrobiom-Test

ISO-zertifiziertes EU-Labor • Proben bleiben während des Transports stabil • DSGVO-konforme Daten

Mikrobiom Test-kit

Was sind Mikrobiom und Mikrobiota?

Die Begriffe werden häufig ähnlich verwendet, bedeuten aber nicht genau dasselbe:

  • Mikrobiota: Damit sind die Mikroorganismen selbst gemeint, also beispielsweise Bakterien, Viren und Pilze.
  • Mikrobiom: Der Begriff beschreibt im weiteren Sinn die Mikroorganismen, ihre Gene und ihr gemeinsames Lebensumfeld.

Die Zusammensetzung des Darmmikrobioms ist von Mensch zu Mensch verschieden. Sie kann sich im Laufe des Lebens verändern, unter anderem durch Ernährung, Medikamente, Erkrankungen, Stress und Umweltfaktoren. Ein einzelner Testwert definiert daher nicht automatisch ein gesundes oder krankes Mikrobiom.


Sehen Sie sich Beispielempfehlungen der InnerBuddies-Plattform an.

Sehen Sie sich die Empfehlungen der InnerBuddies-Plattform für Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstagebuch und Rezepte an, die auf Basis Ihres Darmmikrobiomtests generiert werden können.

Beispielempfehlungen ansehen

Welche Aufgaben hat das Darmmikrobiom?

Das Darmmikrobiom erfüllt mehrere miteinander verbundene Aufgaben:

  • Unterstützung der Verdauung: Darmbakterien können Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel verwerten, die der menschliche Körper allein nur teilweise abbaut.
  • Bildung bestimmter Stoffwechselprodukte: Bei der Fermentation von Ballaststoffen entstehen unter anderem kurzkettige Fettsäuren. Ihre Bedeutung für den Körper wird intensiv erforscht.
  • Zusammenarbeit mit dem Immunsystem: Die Mikroorganismen im Darm stehen mit der lokalen Immunabwehr in Wechselwirkung.
  • Schutz durch Besiedlung: Eine vielfältige mikrobielle Gemeinschaft kann es unerwünschten Keimen erschweren, sich dauerhaft anzusiedeln.
  • Darm-Hirn-Achse: Darm, Nervensystem und Stoffwechsel stehen über verschiedene Signalwege miteinander in Verbindung. Daraus lassen sich jedoch keine einfachen Aussagen über Stimmung oder einzelne Erkrankungen ableiten.

Wie kann man das Mikrobiom stärken?

Es gibt keine allgemeine Methode, die für jede Person gleich wirkt. Diese alltagstauglichen Schritte können die Darmgesundheit unterstützen:

  1. Ballaststoffreich essen: Bauen Sie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte regelmäßig in Ihre Mahlzeiten ein. Steigern Sie die Menge langsam, wenn Sie bisher wenig Ballaststoffe essen.
  2. Vielfalt auf den Teller bringen: Wechseln Sie Gemüse-, Obst-, Getreide- und Hülsenfruchtsorten ab. Unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel liefern unterschiedliche Ballaststoffe.
  3. Fermentierte Lebensmittel ausprobieren: Naturjoghurt mit lebenden Kulturen, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Die Verträglichkeit ist individuell; fermentierte Produkte sind kein Ersatz für eine Behandlung.
  4. Regelmäßig bewegen: Alltagsbewegung und moderates Training können das allgemeine Wohlbefinden und einen aktiven Lebensstil unterstützen.
  5. Schlaf und Stress beachten: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus und passende Strategien zur Stressbewältigung sind wichtige Bestandteile der allgemeinen Gesundheit.
  6. Antibiotika nur nach ärztlicher Verordnung einnehmen: Antibiotika können neben krankmachenden auch nützliche Bakterien beeinflussen. Verordnete Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt oder verändert werden.

Was essen für das Mikrobiom?

Eine mikrobiomfreundliche Ernährung muss nicht kompliziert sein. Gute Beispiele für eine abwechslungsreiche Auswahl sind:

  • Haferflocken oder Vollkornbrot zum Frühstück
  • Linsen, Bohnen oder Kichererbsen in Suppen, Salaten und Hauptgerichten
  • verschiedene Gemüse- und Obstsorten über die Woche verteilt
  • Nüsse und Samen in kleinen Portionen
  • Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi, sofern sie gut vertragen werden

Wichtig ist das Gesamtmuster der Ernährung und nicht ein einzelnes Superfood. Bei bestimmten Beschwerden oder Unverträglichkeiten kann eine individuelle Beratung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft sinnvoll sein.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Was kann das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen?

Das Mikrobiom wird nicht durch einen einzelnen Faktor dauerhaft bestimmt. Mögliche Einflussfaktoren sind wiederholte oder unnötige Antibiotikaeinnahmen, eine langfristig einseitige und ballaststoffarme Ernährung, Infektionen, bestimmte Medikamente, Erkrankungen, Stress und Veränderungen des Lebensstils. Umgangssprachlich wird manchmal davon gesprochen, dass etwas das Mikrobiom zerstört. Wissenschaftlich ist meist gemeint, dass sich die Zusammensetzung oder Aktivität der Mikroorganismen verändert.

Solche Veränderungen werden häufig als Dysbiose bezeichnet. Der Begriff beschreibt eine Abweichung vom individuellen Gleichgewicht, ist aber für sich allein keine Diagnose. Beschwerden wie anhaltender Durchfall, Blut im Stuhl, starke Schmerzen, Fieber, unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder eine deutliche Verschlechterung sollten ärztlich abgeklärt werden.

Mikrobiom und Neurodermitis

Bei Neurodermitis wird die Verbindung zwischen Haut, Immunsystem, Umwelt und Darmmikrobiom erforscht. Studien beschreiben Zusammenhänge, daraus folgt jedoch nicht, dass eine bestimmte Darmflora die Ursache ist oder dass eine Ernährungsumstellung Neurodermitis behandelt.

Es gibt daher kein allgemein empfohlenes Mikrobiom und kein einzelnes Lebensmittel, das bei allen Betroffenen hilft. Eine ausgewogene Ernährung kann die allgemeine Gesundheit unterstützen. Bei Neurodermitis sollten Hautpflege und Behandlung mit einer Ärztin oder einem Arzt abgestimmt werden. Eliminationsdiäten oder Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht ohne fachliche Begleitung begonnen werden.


Werde Mitglied der InnerBuddies-Community

Führen Sie alle paar Monate einen Darmmikrobiomtest durch und verfolgen Sie Ihre Fortschritte, während Sie unsere Empfehlungen umsetzen

Schließe eine InnerBuddies-Mitgliedschaft ab

Mikrobiom-Tests und moderne Forschung

Stuhltests können bestimmte mikrobielle Merkmale zu einem bestimmten Zeitpunkt erfassen. Die Ergebnisse sind jedoch nicht immer leicht zu interpretieren, und aus ihnen lässt sich nicht automatisch eine Diagnose oder individuelle Therapie ableiten. Wenn Sie Beschwerden haben, sollte die medizinische Abklärung nicht durch einen Mikrobiom-Test ersetzt werden.

Auch in der Forschung zu besonderen Belastungen, etwa bei langen Einsätzen oder extremen Umgebungsbedingungen, wird untersucht, wie Ernährung, Stress, Schlaf und das Mikrobiom zusammenhängen. Solche militärischen Forschungsansätze sind noch kein Beleg für eine bestimmte Methode zur Leistungssteigerung im Alltag. Forschungsergebnisse lassen sich nicht automatisch auf einzelne Personen übertragen.

Häufige Fragen zum Mikrobiom

Wie stärkt man das Mikrobiom am besten?

Am sinnvollsten ist eine langfristig abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, ergänzt durch Bewegung, Schlaf und einen bewussten Umgang mit Antibiotika. Es gibt keine Garantie, dass ein einzelnes Lebensmittel oder Präparat bei jeder Person denselben Effekt hat.

Welches Mikrobiom ist bei Neurodermitis sinnvoll?

Es gibt kein eindeutig festgelegtes ideales Mikrobiom für Menschen mit Neurodermitis. Die Forschung untersucht mögliche Zusammenhänge, aber ein Mikrobiom-Test oder ein Probiotikum ersetzt weder die Diagnose noch die Behandlung durch eine dermatologische Fachperson.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Was zerstört das Mikrobiom im Darm?

Der Ausdruck ist zu pauschal. Antibiotika, Infektionen, bestimmte Medikamente, eine langfristig einseitige Ernährung und andere Lebensstil- oder Gesundheitsfaktoren können die Zusammensetzung des Mikrobioms beeinflussen. Veränderungen sind nicht automatisch dauerhaft und sollten nicht ohne medizinischen Kontext bewertet werden.

Was sollte man für das Mikrobiom essen?

Geeignet sind je nach Verträglichkeit viele verschiedene pflanzliche Lebensmittel, darunter Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen. Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir oder Sauerkraut können die Auswahl ergänzen. Entscheidend ist die Vielfalt über die Zeit.

Sind Probiotika immer notwendig?

Nein. Probiotika sind kein allgemeiner Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und wirken je nach Stamm, Produkt und Situation unterschiedlich. Wenn Sie ein Probiotikum wegen Beschwerden oder einer Erkrankung erwägen, besprechen Sie dies am besten mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Lassen Sie anhaltende, starke oder wiederkehrende Beschwerden sowie Fragen zu Medikamenten, Neurodermitis oder Nahrungsergänzungsmitteln ärztlich abklären.

Zurück zum Die neuesten Nachrichten zur Gesundheit des Darmmikrobioms