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Fermentierte Lebensmittel im Supermarkt: Liste und Einkaufstipps

Fermentierte Lebensmittel im Supermarkt sind leicht zu finden: Dazu gehören unter anderem Naturjoghurt, Kefir, gekühltes Sauerkraut, Kimchi, Kombucha, Miso und Tempeh. Dieser Ratgeber erklärt Fermentation verständlich, zeigt den Unterschied zwischen fermentierten und nur eingelegten Produkten und hilft beim Etikettenlesen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie kleine Mengen in eine ballaststoffreiche Ernährung integrieren und worauf Sie bei Unverträglichkeiten oder in der Schwangerschaft achten sollten.
What store-bought foods are fermented

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Kurz gesagt: Fermentierte Lebensmittel im Supermarkt finden Sie vor allem im Kühlregal und in der Asia-Abteilung. Typische Beispiele sind Naturjoghurt, Kefir, gekühltes Sauerkraut, Kimchi, Kombucha, Miso und Tempeh. Fermentation bedeutet, dass Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen Bestandteile eines Lebensmittels umwandeln. Ob ein Produkt noch lebende Kulturen enthält, hängt jedoch von der Verarbeitung ab. Ein Blick auf Zutatenliste, Kühlhinweise und Produktangaben hilft bei der Auswahl.

Was bedeutet fermentiert? Einfach erklärt

Bei der Fermentation wandeln Mikroorganismen bestimmte Bestandteile eines Lebensmittels um. Milchsäurebakterien können beispielsweise Zucker in Säuren umwandeln, während Hefen Zucker in Kohlendioxid und Alkohol umsetzen. Dadurch verändern sich Geschmack, Geruch, Konsistenz und Haltbarkeit.


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Joghurt entsteht durch die Fermentation von Milch mit speziellen Kulturen. Bei Sauerkraut wandeln Milchsäurebakterien Zucker im Kohl um. Fermentation ist deshalb nicht dasselbe wie das Einlegen in Essig: Essiggemüse kann sauer schmecken, wurde aber nicht unbedingt fermentiert.

Welche fermentierten Lebensmittel gibt es im Supermarkt?

Die Auswahl variiert je nach Geschäft und Produkt, aber diese Lebensmittel sind besonders häufig erhältlich:


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  • Naturjoghurt: Im Kühlregal meist mit Joghurtkulturen hergestellt. Varianten mit Zucker oder Aromen sind nicht automatisch weniger fermentiert, enthalten aber oft mehr zugesetzte Zutaten.
  • Kefir und Buttermilch: Fermentierte Milchprodukte, die je nach Produkt unterschiedliche Bakterien- und Hefekulturen enthalten können.
  • Sauerkraut: Gekühltes, milchsauer vergorenes Sauerkraut kann lebende Kulturen enthalten. Ungekühlte Ware im Glas oder in der Dose ist häufig erhitzt worden.
  • Kimchi: Fermentiertes Gemüse nach koreanischer Art, meist mit Kohl, Gewürzen und weiteren Gemüsesorten. Es kann scharf und relativ salzreich sein.
  • Kombucha: Fermentierter Tee. Je nach Produkt können Zucker, Koffein und geringe Mengen Alkohol enthalten sein.
  • Miso: Eine fermentierte Paste aus Sojabohnen und häufig Getreide. Sie eignet sich für Suppen, Dressings und Saucen.
  • Tempeh: Fermentierte Sojabohnen, die zu einem festen Block verbunden sind. Tempeh wird in der Regel vor dem Verzehr gegart.
  • Wasserkefir: Ein fermentiertes Getränk, das je nach Herstellung Zucker und geringe Mengen Alkohol enthalten kann.
  • Sauerteigbrot, bestimmte Käsesorten und Oliven: Diese Produkte können durch Fermentations- oder Reifungsprozesse entstehen. Im fertigen Produkt sind jedoch nicht immer lebende Mikroorganismen vorhanden.

Woran erkennt man Produkte mit lebenden Kulturen?

Ein fermentiertes Produkt muss nicht automatisch lebende Mikroorganismen enthalten. Erhitzen, Pasteurisieren oder Sterilisieren kann die während der Herstellung eingesetzten Kulturen inaktivieren. Achten Sie daher auf folgende Hinweise:

  • Angaben wie lebende Kulturen, aktive Kulturen oder mit lebenden Kulturen
  • Hinweise wie unpasteurisiert oder nicht erhitzt, sofern diese für das Produkt zutreffen
  • Aufbewahrung im Kühlregal und eine durchgehend einzuhaltende Kühlkette
  • eine Zutatenliste, die zum Beispiel Milchsäurebakterien, Joghurtkulturen oder Kefirkulturen nennt

Solche Angaben sind hilfreiche Anhaltspunkte, aber kein allgemeines Gütesiegel. Lesen Sie zusätzlich Nährwerttabelle, Allergiehinweise, Mindesthaltbarkeit und Zubereitungshinweise.

Fermentiert oder nur eingelegt?

Die Begriffe werden im Alltag häufig verwechselt. Bei der Fermentation erzeugen Mikroorganismen während eines kontrollierten Prozesses Säuren, Gase oder Alkohol. Beim Einlegen in Essig wird die Säure dagegen von außen hinzugefügt. Auch in Salzlake eingelegtes Gemüse ist nicht automatisch fermentiert. Für eine natürliche Fermentation sollten auf dem Produkt beispielsweise milchsauer vergoren oder fermentiert stehen.

Wie können fermentierte Lebensmittel den Darm unterstützen?

Fermentierte Lebensmittel können eine abwechslungsreiche Ernährung ergänzen. Fermentiertes Gemüse liefert neben den Produkten aus der Fermentation auch Ballaststoffe, und Joghurt oder Kefir können lebende Kulturen enthalten. Die aufgenommenen Mikroorganismen bleiben jedoch nicht zwingend dauerhaft im Darm. Die Wirkung kann individuell unterschiedlich sein und hängt unter anderem von der gesamten Ernährung, der Menge und der persönlichen Verträglichkeit ab.

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Für die Darmgesundheit ist nicht ein einzelnes Lebensmittel entscheidend. Eine vielfältige, pflanzenbetonte Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen liefert unterschiedliche Ballaststoffe. Diese Basis können Sie nach Verträglichkeit durch fermentierte Lebensmittel ergänzen.

Einkaufstipps für den Supermarkt

  1. Im richtigen Regal suchen: Joghurt und Kefir stehen im Kühlregal, Sauerkraut und Kimchi häufig bei gekühltem Gemüse, Kombucha bei gekühlten Getränken und Miso sowie Tempeh oft in der Asia- oder Bio-Abteilung.
  2. Produktart prüfen: Vergleichen Sie frisches, gekühltes Sauerkraut mit haltbarer Ware im Glas oder in der Dose. Die haltbare Variante kann erhitzt worden sein.
  3. Zutatenliste lesen: Achten Sie auf die verwendeten Kulturen, Zuckerzusätze, Salzgehalt und mögliche Allergene wie Milch, Soja oder Gluten.
  4. Auf Kühlung achten: Kaufen Sie gekühlte Produkte zuletzt und bringen Sie sie möglichst schnell nach Hause.
  5. Geschmack und Menge berücksichtigen: Kimchi und Miso können salzreich sein, Kombucha kann Zucker enthalten. Kleine Portionen erleichtern den Einstieg.

So integrieren Sie Fermente alltagstauglich

Starten Sie mit einer kleinen Portion, zum Beispiel ein bis zwei Esslöffeln Sauerkraut oder etwas Naturjoghurt. Wenn Sie das Lebensmittel gut vertragen, können Sie die Menge langsam anpassen. Kombinieren Sie Fermente mit einer ballaststoffreichen Mahlzeit, etwa Haferflocken mit Joghurt und Beeren oder eine Gemüse-Bowl mit etwas Kimchi.

Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall nach einem neuen Lebensmittel sind ein Grund, die Menge zu reduzieren oder es zunächst wegzulassen. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden, Blut im Stuhl, Fieber, unbeabsichtigtem Gewichtsverlust oder einer deutlichen Verschlechterung sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

FAQ zu fermentierten Lebensmitteln

Welche fermentierten Lebensmittel gibt es im Supermarkt?

Häufig finden Sie Naturjoghurt, Kefir, Buttermilch, gekühltes Sauerkraut, Kimchi, Kombucha, Miso und Tempeh. Je nach Geschäft kommen Wasserkefir, bestimmte Käsesorten, Sauerteigprodukte und fermentierte Gemüse hinzu. Prüfen Sie die Produktangaben, denn nicht jedes fermentierte Lebensmittel enthält im fertigen Zustand noch lebende Kulturen.


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Was bedeutet fermentiert einfach erklärt?

Fermentiert bedeutet, dass Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen Bestandteile eines Lebensmittels umgewandelt haben. Dabei entstehen zum Beispiel Milchsäure, Kohlendioxid oder Alkohol. Das kann Geschmack, Konsistenz und Haltbarkeit verändern.

Welcher Joghurt ist fermentiert?

Joghurt wird grundsätzlich durch die Fermentation von Milch mit Joghurtkulturen hergestellt. Naturjoghurt ist eine einfache Wahl, wenn Sie möglichst wenige zusätzliche Zutaten bevorzugen. Ob im fertigen Produkt noch lebende Kulturen vorhanden sind, erkennen Sie an entsprechenden Angaben auf der Verpackung. Auch wärmebehandelter Joghurt bleibt Joghurt, enthält aber möglicherweise keine aktiven Kulturen mehr.

Sind fermentierte Lebensmittel während der Schwangerschaft erlaubt?

Viele fermentierte Lebensmittel können in der Schwangerschaft Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein, wenn sie hygienisch hergestellt, korrekt gekühlt und für die Schwangerschaft geeignet sind. Bevorzugen Sie bei Milchprodukten pasteurisierte Ware und erhitzen Sie Produkte, bei denen die Sicherheit unklar ist. Bei rohen oder unpasteurisierten Produkten, Kombucha mit möglichem Alkoholgehalt sowie selbst fermentierten Lebensmitteln ist besondere Vorsicht sinnvoll. Da individuelle Empfehlungen und regionale Vorgaben gelten können, klären Sie offene Fragen mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Enthalten alle fermentierten Lebensmittel Probiotika?

Nein. Der Begriff Probiotikum bezieht sich auf bestimmte lebende Mikroorganismen mit einer wissenschaftlich beschriebenen Wirkung in einer passenden Menge. Ein fermentiertes Lebensmittel kann lebende Kulturen enthalten, ist deshalb aber nicht automatisch ein Probiotikum im engeren Sinn. Erhitzung und Lagerung beeinflussen, ob Mikroorganismen im Produkt lebensfähig bleiben.

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Sind fermentierte Milchprodukte bei Laktoseintoleranz geeignet?

Manche Menschen vertragen Joghurt oder Kefir besser als Milch, weil bei der Fermentation ein Teil der Laktose abgebaut werden kann. Das ist individuell und hängt vom Produkt ab. Kleine Mengen oder laktosefreie Varianten können eine Option sein. Bei einer Milchallergie sind fermentierte Milchprodukte hingegen nicht automatisch geeignet, da sie weiterhin Milchbestandteile enthalten können.

Warum sollte man langsam mit fermentierten Lebensmitteln beginnen?

Eine plötzliche Veränderung der Ernährung kann vorübergehend Blähungen oder Unwohlsein auslösen. Kleine Portionen und eine langsame Steigerung machen es einfacher, die persönliche Verträglichkeit einzuschätzen. Achten Sie außerdem auf die Salz-, Zucker- und Alkoholmenge einzelner Produkte.

Wann kann eine persönliche Beratung sinnvoll sein?

Wenn Verdauungsbeschwerden trotz ausgewogener Ernährung anhalten oder sich verschlimmern, sollte eine medizinische Abklärung im Vordergrund stehen. Eine Mikrobiom-Analyse kann keine Diagnose ersetzen und liefert nicht automatisch eine eindeutige Ernährungsempfehlung. Besprechen Sie solche Tests und die Interpretation der Ergebnisse mit einer qualifizierten Fachperson. Mehr über den Darmflora-Test mit Ernährungsberatung erfahren Sie hier.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fermentierte Lebensmittel im Supermarkt sind unter anderem Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi, Kombucha, Miso und Tempeh.
  • Fermentiert bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt noch lebende Kulturen enthält.
  • Gekühlte Ware und Angaben wie lebende Kulturen können bei der Auswahl helfen.
  • Starten Sie mit kleinen Portionen und achten Sie auf Ihre persönliche Verträglichkeit.
  • Eine vielfältige, ballaststoffreiche Ernährung bleibt die wichtigste Grundlage für eine ausgewogene Darmernährung.

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