Entzündungsarmer Ernährungsplan: 7 Tage für Einsteiger
Ein entzündungsarmer Ernährungsplan hilft Ihnen dabei, über eine ganze Woche mehr Gemüse, Ballaststoffe, Vollkornprodukte, ungesättigte Fette und geeignete Proteinquellen einzuplanen. Der folgende 7-Tage-Plan orientiert sich an der mediterranen Ernährung und enthält einfache Mahlzeiten, Snack-Ideen, eine Einkaufsliste sowie Meal-Prep-Tipps. Er ist eine flexible Orientierung für gesunde Erwachsene und keine Behandlung von Entzündungen oder Erkrankungen.
Was ist ein entzündungsarmer Ernährungsplan?
Der Begriff beschreibt kein einzelnes Diätprodukt und keine starre Verbotsliste. Gemeint ist ein Ernährungsmuster mit überwiegend wenig verarbeiteten Lebensmitteln: Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse, Samen, pflanzliche Öle und passende Proteinquellen. Stark zuckerhaltige Getränke, häufig frittierte Speisen, stark verarbeitete Fleischwaren und andere hochverarbeitete Produkte werden eher begrenzt.
Eine solche Ernährungsweise kann die Qualität der Nährstoffzufuhr verbessern und zu einer ballaststoffreicheren, abwechslungsreichen Ernährung beitragen. Aus einzelnen Lebensmitteln lässt sich jedoch keine sichere therapeutische Wirkung ableiten. Auch die Begriffe entzündungsarm und entzündungshemmend sind nicht gleichbedeutend: Lebensmittel können wertvolle Nährstoffe liefern, aber keine Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Akute und chronische Entzündung
Eine akute Entzündung ist häufig eine normale Reaktion des Immunsystems, etwa nach einer Verletzung oder bei einer Infektion. Chronische Entzündungsaktivität kann dagegen länger anhalten oder wiederholt auftreten. Die Ursachen sind komplex und lassen sich nicht allein anhand von Ernährung, einzelnen Beschwerden oder einem Mikrobiomtest beurteilen.
Entdecken Sie den Mikrobiom-Test
ISO-zertifiziertes EU-Labor • Proben bleiben während des Transports stabil • DSGVO-konforme Daten
Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, Blähungen, Hautveränderungen und Konzentrationsprobleme sind unspezifisch. Sie können unter anderem mit Schlafmangel, Stress, Infektionen, Medikamenten, Unverträglichkeiten oder anderen gesundheitlichen Ursachen zusammenhängen. Bei anhaltenden, starken oder zunehmenden Beschwerden sollten Sie medizinischen Rat einholen.
Die wichtigsten Grundlagen
Das Tellerprinzip
Eine einfache Orientierung für Hauptmahlzeiten ist:
- Etwa die Hälfte: Gemüse oder Salat, frisch oder tiefgekühlt.
- Etwa ein Viertel: eine Proteinquelle wie Linsen, Bohnen, Tofu, Fisch, Eier, Geflügel oder Naturjoghurt.
- Etwa ein Viertel: Kartoffeln, Hafer, Vollkornbrot, Vollkornreis, Quinoa oder ein anderes stärkereiches Lebensmittel.
- Ergänzend: etwas Oliven- oder Rapsöl, Nüsse oder Samen.
Die passenden Mengen hängen unter anderem von Hunger, Alter, Aktivität, Körpergröße, Energiebedarf und persönlichen Gesundheitszielen ab. Sie müssen nicht jede Mahlzeit perfekt zusammenstellen. Entscheidend ist das Muster über mehrere Tage und Wochen.
Ballaststoffe und Darmgesundheit
Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und Samen liefern Ballaststoffe. Ein Teil davon wird im Darm von Mikroorganismen fermentiert. Dabei können kurzkettige Fettsäuren entstehen; die Bedeutung dieses Vorgangs wird weiterhin erforscht. Daraus folgt jedoch nicht, dass ein bestimmtes Bakterium Beschwerden erklärt oder eine sogenannte Dysbiose sicher nachweist.
Sehen Sie sich Beispielempfehlungen der InnerBuddies-Plattform an.
Sehen Sie sich die Empfehlungen der InnerBuddies-Plattform für Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstagebuch und Rezepte an, die auf Basis Ihres Darmmikrobiomtests generiert werden können.
Wenn Sie bisher ballaststoffarm essen oder einen empfindlichen Darm haben, steigern Sie die Menge langsam. Kleine Portionen, gründliches Kauen und ausreichendes Trinken können die Umstellung erleichtern. Bei starken Beschwerden sollten Sie nicht eigenständig immer mehr Lebensmittel ausschließen, sondern die Ursache fachlich abklären lassen.
Omega-3-Fettsäuren
Fetter Fisch wie Lachs, Sardinen oder Makrele liefert langkettige Omega-3-Fettsäuren. Leinsamen, Chiasamen und Walnüsse enthalten pflanzliche Alpha-Linolensäure, die im Körper nur begrenzt in EPA und DHA umgewandelt wird. Wer keinen Fisch isst oder Nahrungsergänzungsmittel erwägt, kann sich von einer qualifizierten Ernährungsfachkraft beraten lassen. Ergänzungen sind nicht automatisch notwendig oder für alle geeignet.
Welche Lebensmittel sind besonders sinnvoll?
Es gibt nicht das eine beste entzündungshemmende Lebensmittel. Die häufige Frage nach dem Nummer-eins-Lebensmittel lässt sich daher nicht seriös mit einer einzelnen Zutat beantworten. Wahrscheinlich wichtiger ist die Kombination verschiedener Lebensmittel in einem ausgewogenen Ernährungsmuster.
Sieben praktische Gruppen entzündungshemmender Lebensmittel sind:
- Buntes Gemüse: beispielsweise Brokkoli, Paprika, Tomaten, Karotten, Kohl und Blattgemüse.
- Beeren und anderes Obst: etwa Beeren, Äpfel, Zitrusfrüchte und saisonales Obst.
- Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Erbsen und Edamame.
- Vollkorn und Kartoffeln: Hafer, Vollkornreis, Quinoa, Vollkornbrot und Kartoffeln.
- Nüsse und Samen: Walnüsse, Mandeln, Leinsamen und Chiasamen.
- Pflanzliche Öle: vor allem Olivenöl oder Rapsöl in passenden Mengen.
- Proteinreiche Lebensmittel: Fisch, Tofu, Eier, Naturjoghurt, Geflügel oder angereicherte pflanzliche Alternativen.
Kurkuma, Ingwer, Zimt und Kräuter können Gerichten Geschmack verleihen. Hinweise zu einzelnen Inhaltsstoffen dürfen jedoch nicht mit einer Garantie gegen Entzündungen oder einer Krankheitsbehandlung verwechselt werden. Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi können in kleinen Mengen in den Speiseplan passen, sind aber nicht für alle verträglich und nicht automatisch bei jeder Person wirksam.
7-Tage-Plan für eine entzündungsarme Ernährung
Die folgenden Vorschläge können Sie nach Hunger, Budget, Saison und Verträglichkeit verändern. Kochen Sie bei Bedarf größere Mengen und verwenden Sie Reste am nächsten Tag. Als Getränke eignen sich vor allem Wasser und ungesüßter Tee. Kaffee kann für viele gesunde Erwachsene dazugehören, sofern er vertragen wird.
Tag 1: Beeren, Kichererbsen und Lachs
- Frühstück: Haferflocken mit Naturjoghurt oder Sojajoghurt, Beeren, gemahlenem Leinsamen und Zimt.
- Mittagessen: Spinatsalat mit Kichererbsen, Gurke, Tomaten, Paprika, Vollkornbrot und Zitronen-Olivenöl-Dressing.
- Abendessen: Ofenlachs mit Brokkoli, Karotten und Kartoffeln.
- Snack: Apfel mit etwas Nussmus oder eine Handvoll Nüsse.
Tag 2: Quinoa und Linsen
- Frühstück: Vollkornbrot mit Avocado, gekochtem Ei und Tomaten.
- Mittagessen: Quinoa-Bowl mit Kichererbsen, Rotkohl, Blattgrün, Kürbiskernen und Joghurtdressing.
- Abendessen: Linsensuppe mit Karotten, Sellerie, Tomaten und Kräutern.
- Snack: Gemüsesticks mit Hummus.
Tag 3: Fetter Fisch oder Tofu
- Frühstück: Chia-Hafer-Pudding mit Apfelstücken und Walnüssen.
- Mittagessen: Reste der Linsensuppe oder eine Bowl aus Vollkornreis, Edamame und buntem Gemüse.
- Abendessen: Sardinen, Makrele oder anderer fetter Fisch mit grünen Bohnen und Ofenkartoffeln. Vegetarisch passt Tofu mit Kräutern und Walnüssen.
- Snack: Naturjoghurt oder eine ungesüßte pflanzliche Alternative.
Tag 4: Pflanzlicher Tag
- Frühstück: Sojajoghurt mit Hafer, Beeren und Chiasamen.
- Mittagessen: Tofu-Gemüse-Pfanne mit Brokkoli, Pilzen, Paprika und Vollkornreis.
- Abendessen: Chili aus schwarzen Bohnen, Tomaten, Mais, Zucchini und Süßkartoffel.
- Snack: Obst oder geröstete Kichererbsen.
Tag 5: Gemüse-Curry
- Frühstück: Haferbrei mit Birne, Zimt und gehackten Mandeln.
- Mittagessen: Vollkornwrap mit Hummus, Blattgrün, Karotte und gebackenem Gemüse.
- Abendessen: Kichererbsen-Kokos-Curry mit Spinat und Blumenkohl, dazu Vollkornreis. Ingwer und Kurkuma dienen vor allem als Gewürze.
- Snack: Eine kleine Portion Nüsse oder Naturjoghurt.
Tag 6: Ei, Bohnen und Blattgemüse
- Frühstück: Gemüseomelett mit Spinat, Pilzen und Vollkornbrot.
- Mittagessen: Salat mit Hähnchen oder gebackenem Tofu, Linsen, Gurke, Tomate und Olivenöl.
- Abendessen: Vollkornpasta mit Lachsresten oder weißen Bohnen, Blattspinat, Knoblauch und Tomaten.
- Snack: Obst mit Nussmus oder Gemüsesticks.
Tag 7: Mediterraner Abschluss
- Frühstück: Naturjoghurt oder eine pflanzliche Alternative mit Obst, Hafer und Walnüssen.
- Mittagessen: Mediterrane Gemüsepfanne mit weißen Bohnen, Aubergine, Zucchini und Tomaten.
- Abendessen: Fisch oder Tofu mit buntem Ofengemüse, Quinoa und Kräutern.
- Snack: Hummus mit Gemüse oder eine kleine Portion Beeren.
Schneller 3-Tage-Einstieg
Wenn sieben Tage zunächst zu umfangreich sind, beginnen Sie mit drei Grundgerichten:
- Tag 1: Hafer mit Beeren, eine Kichererbsen-Bowl und ein Ofenblech mit Lachs oder Tofu, Brokkoli und Kartoffeln.
- Tag 2: Vollkornbrot mit Ei, Linsensuppe oder Bohnen-Bowl und ein schnelles Fisch- oder Tofu-Gericht.
- Tag 3: Reste mit Salat, Gemüse, Olivenöl und einer Vollkornbeilage kombinieren.
Bereiten Sie gleich zwei Portionen Reis, Quinoa oder Suppe vor. Tiefkühlgemüse, Bohnen aus der Dose und vorgekochte Getreideprodukte sparen Zeit. Drei Tage reichen nicht aus, um chronische Entzündungsprozesse oder Krankheitsverläufe zu beurteilen. Beobachten Sie daher eher, welche Gewohnheiten im Alltag praktikabel sind.
2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist →Einkaufsliste und Meal Prep
Eine einfache Grundausstattung umfasst Haferflocken, Kartoffeln, Vollkornreis oder Quinoa, Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Tiefkühlgemüse, Blattgrün, Eier oder Tofu, Fisch nach Bedarf, Naturjoghurt, Obst, Oliven- oder Rapsöl, Nüsse, Samen, Zitronen und Kräuter.
- Gemüse und Obst: Spinat, Brokkoli, Karotten, Paprika, Tomaten, Zucchini, Kohl, Beeren, Äpfel und Zitronen.
- Hülsenfrüchte und Beilagen: Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Hafer, Quinoa, Vollkornreis, Vollkornbrot und Kartoffeln.
- Protein: Lachs oder Sardinen, Eier, Tofu, Hähnchen, Naturjoghurt und angereicherte pflanzliche Alternativen.
- Fette und Gewürze: Oliven- oder Rapsöl, Walnüsse, Leinsamen, Chiasamen, Ingwer, Kurkuma, Zimt und Kräuter.
Bereiten Sie ein bis zwei Gemüsebleche, eine Portion Hülsenfrüchte und eine Beilage vor. Gekochte Speisen sollten rasch abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank gelagert und innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Beim Aufwärmen sollten sie vollständig heiß werden. Fisch und andere empfindliche Lebensmittel benötigen besondere Kühlung; nicht rechtzeitig verzehrte Portionen können eingefroren werden.
Für ein kleines Budget eignen sich saisonales Gemüse, Tiefkühlprodukte, Hafer, Kartoffeln, Linsen, Bohnen, Eier und Tofu. Teure Spezialprodukte sind nicht erforderlich. Kohl, Möhren, Zwiebeln, Äpfel, Vollkorngetreide und Rapsöl bilden ebenfalls eine vielseitige Basis.
Anpassungen für vegetarische, vegane, glutenfreie und milchfreie Ernährung
Vegetarische und vegane Mahlzeiten können mit Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Tofu, Tempeh, Edamame und angereicherten Sojaprodukten proteinreich gestaltet werden. Bei dauerhaft veganer Ernährung sollte die Versorgung mit Vitamin B12 fachlich abgesichert werden. Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht pauschal und ohne Rücksicht auf den individuellen Bedarf eingesetzt werden.
Ohne Zöliakie oder ärztlich bestätigte Unverträglichkeit muss Gluten nicht grundsätzlich gemieden werden. Vollkornprodukte können wertvolle Ballaststoffe liefern. Bei Zöliakie ist eine strikt glutenfreie Ernährung medizinisch erforderlich und sollte professionell begleitet werden. Kartoffeln, Reis, Buchweizen, Quinoa, Mais und zertifizierter glutenfreier Hafer sind mögliche natürliche Alternativen.
Milchprodukte sind nicht pauschal entzündungsfördernd. Bei Laktoseintoleranz können laktosefreie Produkte helfen. Bei Verdacht auf eine Allergie oder bei deutlichen Beschwerden sollte die Abklärung fachlich erfolgen. Auch bei Diabetes, Nieren- oder Lebererkrankungen, Schwangerschaft, Essproblemen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte eine größere Ernährungsumstellung individuell abgestimmt werden.
Darmmikrobiom und individuelle Verträglichkeit
Ballaststoffe und verschiedene pflanzliche Lebensmittel können die Zusammensetzung und Aktivität der Darmgemeinschaft beeinflussen. Menschen reagieren auf dieselbe Mahlzeit jedoch unterschiedlich. Stoffwechsel, Schlaf, Stress, Bewegung, Vorerkrankungen, Medikamente, Infekte und die Darmbewegung spielen ebenfalls eine Rolle. Deshalb ist eine langsame Steigerung der Pflanzenvielfalt meist sinnvoller als ein abrupter Wechsel zu sehr großen Ballaststoffmengen.
Ein Symptom- und Ernährungstagebuch kann dabei helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen. Ein zeitlicher Zusammenhang mit Brot, Milch, Hülsenfrüchten oder einem anderen Lebensmittel beweist jedoch keine bestimmte Ursache. Vermeiden Sie langfristige Ausschlussdiäten ohne fachliche Begleitung, da sie die Ernährung unnötig einschränken können.
Werde Mitglied der InnerBuddies-Community
Führen Sie alle paar Monate einen Darmmikrobiomtest durch und verfolgen Sie Ihre Fortschritte, während Sie unsere Empfehlungen umsetzen
Was ein Mikrobiomtest zeigen kann
Eine Stuhluntersuchung kann je nach Verfahren Hinweise auf nachweisbare Mikroorganismen, relative Häufigkeiten oder bestimmte geschätzte Funktionen liefern. Sie ist eine Momentaufnahme und wird unter anderem von Ernährung, Medikamenten, kürzlichen Erkrankungen, Transitzeit, Probenlagerung und der verwendeten Methode beeinflusst. Referenzbereiche und Auswertungen sind nicht einheitlich standardisiert.
Ein Mikrobiomtest erklärt daher Beschwerden nicht automatisch, beweist keine Erkrankung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Auch der Begriff Dysbiose ist nicht in jeder Situation eindeutig definiert. Einzelne Bakterienwerte sollten nicht als alleinige Ursache interpretiert werden. Weitere Informationen zur eigenen Darmmikrobiom-Zusammensetzung können als Bildungsanlass dienen, sollten bei Beschwerden aber fachlich eingeordnet werden.
Weitere Lebensstilfaktoren
Regelmäßiger Schlaf, Bewegung und Stressregulation ergänzen eine ausgewogene Ernährung. Spaziergänge, moderates Krafttraining oder andere Aktivitäten im eigenen Leistungsbereich können alltagstaugliche Möglichkeiten sein. Bei Schmerzen, akuten Erkrankungen oder eingeschränkter Belastbarkeit sollte die Aktivität angepasst und gegebenenfalls medizinisch abgeklärt werden.
Ausreichendes Trinken unterstützt normale Körperfunktionen, ist aber kein spezielles Entgiftungsprogramm. Alkohol ist kein notwendiger Bestandteil einer gesunden Ernährung und sollte möglichst gering bleiben. Kleine, realistische Schritte wie ein zusätzlicher Gemüseanteil, weniger zuckerhaltige Getränke und regelmäßige Schlafzeiten sind oft nachhaltiger als kurzfristige strenge Verbote.
Häufige Fragen zum entzündungsarmen Ernährungsplan
Was ist ein guter 7-Tage-Plan zur Reduzierung von Entzündungen?
Eine gute Vorlage ist ein mediterran geprägter Wochenplan mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen, pflanzlichen Ölen und geeigneten Proteinquellen. Stark verarbeitete Produkte, zuckerreiche Getränke und häufig frittierte Speisen kommen seltener vor. Der oben stehende 7-Tage-Plan lässt sich an Verträglichkeit, Budget und Alltag anpassen. Er behandelt keine Erkrankung.
Was ist das beste entzündungshemmende Lebensmittel?
Ein einzelnes bestes Lebensmittel gibt es nicht. Beeren, buntes Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorn, Olivenöl und fetter Fisch können jeweils wertvolle Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung sein. Entscheidend ist die Vielfalt über die Woche und nicht die tägliche Konzentration auf ein sogenanntes Superfood.
Welche sieben Lebensmittelgruppen sind besonders geeignet?
Besonders häufig passen buntes Gemüse, Beeren und anderes Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorn und Kartoffeln, Nüsse und Samen, pflanzliche Öle sowie proteinreiche Lebensmittel wie Fisch, Tofu, Eier oder Naturjoghurt in den Plan.
Wie schnell kann der Plan Beschwerden beeinflussen?
Manche Menschen bemerken durch regelmäßigeres Essen, eine bessere Sättigung oder weniger bestimmte Produkte kurzfristig Veränderungen. Das erlaubt jedoch keine sichere Aussage über Entzündungsprozesse oder eine Erkrankung. Für Beschwerden oder Blutwerte gibt es keine verlässliche allgemeine Frist. Bei anhaltenden oder zunehmenden Symptomen ist medizinischer Rat wichtig.
2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist →Sind Milchprodukte entzündungsfördernd?
Milchprodukte sind nicht pauschal entzündungsfördernd. Naturjoghurt, Kefir und andere wenig gesüßte Produkte können in einen ausgewogenen Plan passen, wenn sie vertragen werden. Bei Beschwerden können laktosefreie Varianten sinnvoll sein; bei Verdacht auf eine Allergie sollte eine fachliche Abklärung erfolgen.
Muss ich Gluten vermeiden?
Nein, ohne Zöliakie oder bestätigte Glutenunverträglichkeit ist ein genereller Verzicht normalerweise nicht erforderlich. Bei Verdacht auf Zöliakie sollten Sie vor der Diagnostik nicht eigenständig auf Gluten verzichten, da dies Untersuchungsergebnisse beeinflussen kann.
Wie kann ich den Plan mit kleinem Budget umsetzen?
Setzen Sie auf saisonales oder tiefgekühltes Gemüse, Hafer, Kartoffeln, Linsen, Bohnen, Eier und Tofu. Hülsenfrüchte aus der Dose sind praktisch und können bei Bedarf abgespült werden. Fisch muss nicht täglich auf dem Speiseplan stehen; pflanzliche Proteinquellen können mehrere Mahlzeiten abdecken.
Ist ein Mikrobiomtest notwendig?
Nein. Für die grundlegenden Schritte dieses Ernährungsplans ist kein Mikrobiomtest erforderlich. Eine Analyse kann je nach Verfahren bestimmte Informationen über eine Stuhlprobe liefern, aber keine eindeutige Ursache von Beschwerden feststellen und keine medizinische Diagnostik ersetzen.
Wann sollte ich ärztliche oder ernährungsfachliche Hilfe suchen?
Bei starken, länger anhaltenden, zunehmenden oder ungeklärten Beschwerden sowie bei Blut im Stuhl, Fieber, unbeabsichtigtem Gewichtsverlust, nächtlichen Symptomen, anhaltendem Durchfall, wiederholtem Erbrechen oder ausgeprägter Schwäche sollten Sie medizinische Hilfe suchen. Eine Ernährungsfachkraft kann bei Allergien, Zöliakie, Diabetes, komplexen Ausschlüssen oder Essproblemen unterstützen.
So bleibt die Ernährung langfristig alltagstauglich
Beginnen Sie mit wenigen Gewohnheiten: täglich eine zusätzliche Gemüse- oder Obstportion, ein ballaststoffreiches Lebensmittel und ein zuckerfreies Standardgetränk. Prüfen Sie nach einigen Wochen, welche Mahlzeiten gut verträglich, bezahlbar und einfach vorzubereiten sind. Personalisieren Sie den Plan nach Kultur, Geschmack, Arbeitszeiten und Energiebedarf.
Ein gelegentliches Dessert oder eine Lieblingsspeise macht eine ansonsten ausgewogene Woche nicht zunichte. Häufigkeit, Portionsgröße, Zubereitungsart und das gesamte Ernährungsmuster sind wichtiger als starre Verbote.
Fazit
Ein entzündungsarmer Ernährungsplan kann den Einstieg in eine abwechslungsreiche, mediterran geprägte Ernährung erleichtern. Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse, pflanzliche Öle und passende Proteinquellen bilden die praktische Basis. Einzelne Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Mikrobiomtests ersetzen weder eine Diagnose noch eine Behandlung. Bei anhaltenden oder alarmierenden Beschwerden gehört die weitere Planung in qualifizierte ärztliche oder ernährungsfachliche Hände.