Aktualisiert:

Dysbiose erkennen: Stuhlgang, Tests und Ernährung

Dysbiose erkennen ist anhand einzelner Symptome oder des Stuhlgangs nicht zuverlässig möglich. Dieser Leitfaden erklärt, welche Veränderungen bei einer gestörten Darmflora auftreten können, wie Ärzte andere Ursachen abklären und welche Rolle Ernährung, Bewegung und Stressmanagement spielen. Sie erfahren außerdem, was ein Mikrobiom-Test leisten kann, wann ärztlicher Rat wichtig ist und welche Lebensmittel Beschwerden bei empfindlichen Personen verstärken können.
9 Methods to Identify Food Sensitivities (Ranked by Accuracy)

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Dysbiose erkennen ist anhand des Stuhlgangs allein nicht zuverlässig möglich. Eine gestörte Darmflora beziehungsweise ein verändertes Darmmikrobiom kann mit Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung oder wechselnden Beschwerden einhergehen. Diese Symptome haben jedoch viele mögliche Ursachen. Eine ärztliche Anamnese und gegebenenfalls gezielte Untersuchungen sind deshalb wichtiger als ein einzelner Selbsttest.

Was bedeutet Dysbiose?

Der Begriff Dysbiose beschreibt eine veränderte Zusammensetzung oder Funktion der Mikroorganismen im Darm. Das Darmmikrobiom ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und verändert sich unter anderem durch Ernährung, Medikamente, Infektionen, Lebensstil und andere individuelle Faktoren. Eine Dysbiose ist daher kein einheitliches Krankheitsbild und lässt sich nicht immer eindeutig von normalen Schwankungen unterscheiden.


Entdecken Sie den Mikrobiom-Test

ISO-zertifiziertes EU-Labor • Proben bleiben während des Transports stabil • DSGVO-konforme Daten

Mikrobiom Test-kit

Häufig genannte Beschwerden sind Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln. Solche Anzeichen beweisen jedoch keine Dysbiose und sollten bei anhaltenden Beschwerden medizinisch abgeklärt werden.

Wie ist der Stuhlgang bei einer gestörten Darmflora?

Bei einer gestörten Darmflora kann sich der Stuhlgang verändern, muss es aber nicht. Mögliche Beobachtungen sind:


Sehen Sie sich Beispielempfehlungen der InnerBuddies-Plattform an.

Sehen Sie sich die Empfehlungen der InnerBuddies-Plattform für Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstagebuch und Rezepte an, die auf Basis Ihres Darmmikrobiomtests generiert werden können.

Beispielempfehlungen ansehen
  • Wechselnde Konsistenz: Der Stuhl kann zeitweise weich oder breiig und zu einem anderen Zeitpunkt hart und klumpig sein.
  • Veränderte Häufigkeit: Manche Menschen müssen deutlich häufiger oder seltener zur Toilette als üblich.
  • Blähungen und Völlegefühl: Veränderte Verdauungs- und Fermentationsprozesse können die Gasbildung beeinflussen.
  • Gefühl unvollständiger Entleerung: Nach dem Toilettengang kann der Eindruck bestehen bleiben, dass noch Stuhl vorhanden ist.

Die Farbe, Form oder Häufigkeit des Stuhls kann auch durch Flüssigkeitszufuhr, Ernährung, Stress, Medikamente, Infektionen oder Erkrankungen beeinflusst werden. Der Stuhlgang bei Dysbiose ist daher kein eindeutiges Diagnosekriterium.

Wie stellt man eine Dysbiose fest?

Es gibt keinen einzelnen, allgemein anerkannten Test, der eine Dysbiose bei allen Menschen eindeutig bestätigt. Die Abklärung richtet sich nach den Beschwerden und kann mehrere Schritte umfassen.

  1. Anamnese und Beschwerdeprotokoll: Ärztliche Fachkräfte fragen unter anderem nach Beginn und Verlauf der Beschwerden, Ernährung, Stuhlgewohnheiten, Infektionen, Vorerkrankungen und Medikamenten wie Antibiotika. Ein zeitlich begrenztes Tagebuch zu Mahlzeiten, Symptomen und Stuhlgang kann dabei helfen, Muster zu erkennen.
  2. Stuhluntersuchungen: Je nach Fragestellung können Stuhlproben beispielsweise auf bestimmte Krankheitserreger, Blut oder Entzündungszeichen untersucht werden. Eine kommerzielle Mikrobiom-Analyse beschreibt die nachweisbaren Mikroorganismen in einer Probe, stellt aber in der Regel keine eigenständige Diagnose und liefert nicht automatisch eine konkrete Behandlungsempfehlung.
  3. Atemtests: Wasserstoff- oder Methan-Atemtests nach der Einnahme bestimmter Testzucker können Hinweise auf eine Kohlenhydrat-Malabsorption geben. Je nach Durchführung und Fragestellung können sie auch bei der Abklärung einer möglichen bakteriellen Überwucherung des Dünndarms eingesetzt werden. Sie sind jedoch kein allgemeiner Dysbiose-Test.
  4. Ausschluss anderer Ursachen: Je nach Symptomen können weitere Untersuchungen sinnvoll sein, etwa Bluttests, eine Zöliakie-Abklärung oder andere diagnostische Verfahren. Welche Tests notwendig sind, entscheidet die behandelnde Fachkraft.

Wie behandelt man eine Dysbiose?

Die Behandlung richtet sich nicht nach einem pauschalen Mikrobiomwert, sondern nach der vermuteten Ursache und den Beschwerden. Ziel ist zunächst, behandelbare Erkrankungen oder Auslöser zu erkennen. Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt oder eingenommen werden.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Ernährung individuell anpassen

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten kann die Ballaststoffzufuhr erhöhen und das Darmmikrobiom unterstützen, sofern diese Lebensmittel vertragen werden. Steigern Sie Ballaststoffe langsam und trinken Sie ausreichend, damit sich der Verdauungstrakt an die Veränderung gewöhnen kann.

Fermentierte Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Ihre Verträglichkeit und die möglichen Effekte unterscheiden sich jedoch individuell. Eine Wirkung ist nicht garantiert und ersetzt keine medizinische Behandlung.

Was sollte man bei Dysbiose nicht essen?

Es gibt keine allgemeingültige Verbotsliste. Häufig können jedoch sehr große Mengen stark verarbeiteter, sehr zuckerreicher oder fettreicher Lebensmittel sowie Alkohol Verdauungsbeschwerden verstärken. Auch bestimmte fermentierbare Kohlenhydrate, sogenannte FODMAPs, können bei empfindlichen Personen Blähungen oder Durchfall auslösen. Beispiele sind Zwiebeln, Knoblauch, manche Weizenprodukte, Hülsenfrüchte oder bestimmte Obstsorten.


Werde Mitglied der InnerBuddies-Community

Führen Sie alle paar Monate einen Darmmikrobiomtest durch und verfolgen Sie Ihre Fortschritte, während Sie unsere Empfehlungen umsetzen

Schließe eine InnerBuddies-Mitgliedschaft ab

Diese Lebensmittel müssen nicht grundsätzlich gemieden werden. Eine zeitlich begrenzte Low-FODMAP-Ernährung sollte nur mit qualifizierter Ernährungsberatung erfolgen, da eine unnötig strenge oder langfristige Einschränkung die Lebensmittelauswahl und Nährstoffzufuhr beeinträchtigen kann. Individuelle Unverträglichkeiten wie Laktose- oder Fruktosemalabsorption sollten gezielt abgeklärt und nicht allein vermutet werden.

Weitere unterstützende Maßnahmen

  • Regelmäßige Bewegung: Sie kann eine normale Darmtätigkeit unterstützen.
  • Ausreichend Schlaf und Stressmanagement: Stress kann die Wahrnehmung und den Verlauf von Verdauungsbeschwerden beeinflussen.
  • Probiotika: Bestimmte Stämme können bei einzelnen Beschwerden hilfreich sein. Die Wirkung hängt vom Stamm, der Dosierung und der individuellen Situation ab. Lassen Sie sich vor der Einnahme beraten.
  • Gezielte medizinische Behandlung: Wenn eine konkrete Ursache wie eine Infektion oder eine bakterielle Überwucherung festgestellt wird, entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt über die passende Therapie.

Wann ist ärztlicher Rat wichtig?

Lassen Sie anhaltende, wiederkehrende oder zunehmende Beschwerden medizinisch abklären. Rasche Hilfe ist besonders wichtig bei Blut im Stuhl, schwarzem Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust, starken oder plötzlich auftretenden Schmerzen, anhaltendem Fieber, nächtlichen Beschwerden oder Zeichen einer Austrocknung. Auch nach einer Antibiotikabehandlung sollten starke oder länger anhaltende Durchfälle ärztlich beurteilt werden.

Häufige Fragen zur Dysbiose

Wie behandelt man Dysbiose?

Eine Dysbiose wird nicht nach einem einheitlichen Schema behandelt. Zunächst werden mögliche Ursachen und andere Erkrankungen abgeklärt. Danach können eine individuell verträgliche, abwechslungsreiche Ernährung, mehr Bewegung, ausreichend Schlaf und gegebenenfalls eine gezielte medizinische Behandlung sinnvoll sein. Probiotika oder andere Maßnahmen sollten fachlich ausgewählt werden.

2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist

Wie stellt man eine Dysbiose fest?

Die Abklärung umfasst meist ein Gespräch über Symptome, Ernährung und Medikamente sowie je nach Situation Stuhl-, Blut- oder Atemtests. Eine Mikrobiom-Analyse kann zusätzliche Informationen liefern, bestätigt allein aber keine bestimmte Erkrankung. Es gibt keinen einzelnen Test, der jede Dysbiose zuverlässig nachweist.

Wie ist der Stuhlgang bei gestörter Darmflora?

Möglich sind wechselnder Stuhl, Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder ein Gefühl unvollständiger Entleerung. Diese Veränderungen sind unspezifisch und können auch durch andere Ursachen entstehen. Der Stuhlgang allein reicht daher nicht aus, um eine gestörte Darmflora festzustellen.

Was sollte man bei Dysbiose nicht essen?

Eine pauschale Verbotsliste gibt es nicht. Manche Menschen reagieren auf Alkohol, stark verarbeitete Speisen oder bestimmte FODMAP-reiche Lebensmittel empfindlich. Entscheidend ist die individuelle Verträglichkeit. Größere Ausschlussdiäten sollten zeitlich begrenzt und fachlich begleitet werden.

Zurück zum Die neuesten Nachrichten zur Gesundheit des Darmmikrobioms