Darmkrebs: 7 Symptome, Warnzeichen und was jetzt wichtig ist
Darmkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Dickdarms oder Enddarms. Der medizinische Begriff lautet kolorektales Karzinom. Mögliche Darmkrebs-Symptome sind anhaltende Veränderungen des Stuhlgangs, Blut im Stuhl, Bauchbeschwerden, Müdigkeit und ungewollter Gewichtsverlust. Viele dieser Anzeichen haben jedoch auch andere, häufigere Ursachen. Bei neuen, anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sollten Sie deshalb eine Ärztin oder einen Arzt zur Abklärung aufsuchen.
Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Warnzeichen, ordnet Schwindel und Darmtumoren ein und zeigt, warum Vorsorgeuntersuchungen eine wichtige Rolle spielen.
Was ist Darmkrebs?
Darmkrebs bezeichnet in der Regel Krebs im Kolon, also im Dickdarm, oder im Rektum, also im Enddarm. Zusammen werden diese Erkrankungen als kolorektales Karzinom bezeichnet. Die englische Bezeichnung Bowel Cancer bedeutet auf Deutsch Darmkrebs.
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Häufig entsteht Darmkrebs über längere Zeit aus zunächst gutartigen Schleimhautveränderungen wie bestimmten Darmpolypen. Nicht jeder Polyp wird zu Krebs. Bei Vorsorgeuntersuchungen können auffällige Polypen jedoch erkannt und gegebenenfalls entfernt werden.
Die 7 möglichen Symptome von Darmkrebs
Früher Darmkrebs verursacht nicht immer Beschwerden. Die folgenden Anzeichen sind nicht spezifisch für Krebs, sollten bei anhaltendem oder wiederkehrendem Auftreten aber medizinisch beurteilt werden.
Veränderte Stuhlgewohnheiten
Neu auftretender Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel zwischen beidem kann verschiedene Ursachen haben. Auch eine über längere Zeit deutlich veränderte Stuhlform oder ein ungewohnt häufiger beziehungsweise seltener Stuhlgang sollte angesprochen werden.
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Blut im oder am Stuhl
Hellrotes Blut kann unter anderem aus dem Bereich des Enddarms stammen; dunkler oder teerartig wirkender Stuhl kann auf Blutungen weiter oben im Verdauungstrakt hinweisen. Hämorrhoiden und andere Erkrankungen sind ebenfalls mögliche Ursachen. Sichtbares Blut oder schwarzer Stuhl sollte dennoch ärztlich abgeklärt werden.
Anhaltende Bauchschmerzen oder Krämpfe
Neu auftretende, wiederkehrende oder zunehmende Bauchschmerzen, Druckgefühle und Krämpfe können viele Ursachen haben. Wenn sie nicht abklingen oder von weiteren Beschwerden begleitet werden, ist eine Untersuchung sinnvoll.
Ungewollter Gewichtsverlust
Ein deutlicher Gewichtsverlust ohne beabsichtigte Änderung der Ernährung oder Bewegung kann ein allgemeines Krankheitszeichen sein. Lassen Sie die Ursache ärztlich prüfen, besonders wenn gleichzeitig Verdauungsbeschwerden auftreten.
Ungewöhnliche Müdigkeit oder Blutarmut
Anhaltende Erschöpfung, Blässe, Kurzatmigkeit bei Belastung oder eine verminderte Leistungsfähigkeit können auf eine Anämie hinweisen. Eine mögliche Ursache ist ein länger andauernder, nicht sichtbarer Blutverlust. Ob eine Blutarmut vorliegt, lässt sich durch eine ärztliche Untersuchung und eine Blutuntersuchung feststellen.
Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung
Das wiederkehrende Gefühl, trotz Stuhlgang nicht vollständig entleert zu sein, wird auch als Tenesmus bezeichnet. Es kann bei verschiedenen Erkrankungen auftreten und sollte bei anhaltenden Beschwerden medizinisch abgeklärt werden.
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Blähungen und Völlegefühl sind häufig und meist harmlos. Wenn sie neu auftreten, dauerhaft bestehen oder zusammen mit Blut im Stuhl, Schmerzen, veränderten Stuhlgewohnheiten oder Gewichtsverlust auftreten, sollten Sie sie nicht einfach dauerhaft selbst behandeln, sondern ärztlich besprechen.
Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?
Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn Beschwerden neu sind, über längere Zeit anhalten, wiederkehren oder sich verschlimmern. Besonders wichtig ist eine Abklärung bei Blut im Stuhl, ungeklärter Blutarmut, ungewolltem Gewichtsverlust oder einer Kombination mehrerer Symptome.
Bei starken oder plötzlich zunehmenden Bauchschmerzen, wiederholtem Erbrechen, einem stark geblähten Bauch, Kreislaufproblemen oder schwarzem, teerartigem Stuhl ist eine sofortige medizinische Einschätzung erforderlich. Diese Beschwerden können auf einen Notfall hinweisen und sollten nicht bis zu einem regulären Termin warten.
Wie wird Darmkrebs festgestellt?
Die Abklärung richtet sich nach den Beschwerden, dem Alter, der persönlichen Krankengeschichte und möglichen familiären Risiken. Dazu können ein Gespräch, eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen und weitere Tests gehören. Eine Darmspiegelung ermöglicht es, die Darmschleimhaut direkt zu betrachten und auffällige Veränderungen gegebenenfalls zu entnehmen. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, entscheidet die behandelnde Fachperson.
Auch ohne Beschwerden sind die in Deutschland angebotenen Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen wichtig. Zeitpunkt und Umfang hängen unter anderem von Alter, Geschlecht, familiärer Belastung und individuellen Risiken ab. Informationen dazu erhalten Sie in einer Arztpraxis oder bei Ihrer Krankenkasse.
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Kann Darmkrebs Schwindel auslösen?
Schwindel ist kein typisches Leitsymptom von Darmkrebs. Er kann jedoch indirekt auftreten, wenn eine länger andauernde Blutung zu Blutarmut führt. Eine Anämie kann Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit und manchmal Schwindel verursachen. Schwindel hat allerdings viele andere mögliche Ursachen. Bei neuem, starkem oder wiederkehrendem Schwindel sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
Ist ein Tumor im Darm gleich Darmkrebs?
Nein. Der Begriff Tumor beschreibt zunächst eine Gewebeveränderung oder -neubildung und sagt allein nicht, ob sie gutartig oder bösartig ist. Darmpolypen und andere gutartige Veränderungen sind nicht automatisch Darmkrebs. Einige Polypen können sich jedoch weiterentwickeln, weshalb sie im Rahmen einer Untersuchung beurteilt und bei Bedarf entfernt werden.
Ist ein Darmtumor heilbar?
Ob ein Darmtumor beziehungsweise Darmkrebs heilbar ist, hängt unter anderem davon ab, ob die Veränderung gutartig oder bösartig ist, in welchem Stadium sie entdeckt wurde und welche Behandlung möglich ist. Früh erkannter Darmkrebs kann häufig mit dem Ziel einer Heilung behandelt werden; eine individuelle Prognose kann aber nur das behandelnde Team nach vollständiger Diagnostik geben. Ein auffälliger Befund bedeutet daher nicht automatisch eine unheilbare Erkrankung, sollte aber konsequent abgeklärt werden.
Wie merkt man Tumore im Darm?
Manche Tumoren im Darm verursachen zunächst keine Beschwerden. Mögliche spätere Hinweise sind Blut im Stuhl, eine anhaltende Veränderung des Stuhlgangs, Bauchschmerzen, ein Gefühl unvollständiger Entleerung, Müdigkeit durch Blutarmut oder ungewollter Gewichtsverlust. Diese Zeichen beweisen keinen Tumor. Sicherheit geben nur geeignete medizinische Untersuchungen.
Darmkrebs und Darmmikrobiom
Das Darmmikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm. Forschungen untersuchen Zusammenhänge zwischen der Zusammensetzung des Mikrobioms und verschiedenen Erkrankungen. Aus einer veränderten Mikrobiomzusammensetzung lässt sich jedoch keine Darmkrebsdiagnose ableiten.
2-Minuten-Selbstcheck Ist ein Darmmikrobiom-Test sinnvoll für dich? Beantworte ein paar kurze Fragen und finde heraus, ob ein Mikrobiom-Test für dich wirklich sinnvoll ist. ✔ Dauert nur 2 Minuten ✔ Basierend auf deinen Symptomen & deinem Lebensstil ✔ Klare Ja/Nein-Empfehlung Prüfen, ob ein Test für mich sinnvoll ist →Eine Darmflora-Analyse kann Informationen über bestimmte untersuchte Merkmale des individuellen Darmmilieus liefern. Sie ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch Vorsorgeuntersuchungen wie eine Darmspiegelung und sollte nicht zur Beurteilung möglicher Krebsbeschwerden verwendet werden.
Häufige Fragen zu Darmkrebs
Was ist Bowel Cancer auf Deutsch?
Bowel Cancer ist die englische Bezeichnung für Darmkrebs. Gemeint sind meist Krebserkrankungen des Dick- oder Enddarms, die medizinisch als kolorektales Karzinom bezeichnet werden.
Kann ein Tumor im Darm gutartig sein?
Ja. Ein Tumor ist nicht automatisch bösartig. Ob eine Veränderung gutartig oder bösartig ist, kann nur durch die passende medizinische Diagnostik beurteilt werden.
Was kann ich bei möglichen Darmkrebs-Symptomen tun?
Notieren Sie, wann die Beschwerden begonnen haben und wie sie sich verändern, und vereinbaren Sie bei anhaltenden oder auffälligen Symptomen einen Termin in einer Arztpraxis. Bei starken Schmerzen, Kreislaufproblemen oder schwarzem Stuhl ist sofortige medizinische Hilfe notwendig.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung, Untersuchung oder Diagnose.